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Beispiele für Wahrnehmungsfilter – Erziehung

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Wahrnehmungsfilter beeinflussen, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen und wie wir uns verhalten. Schauen wir uns nun einzelne Wahrnehmungsfilter im Detail und an Beispielen an.

Erziehung:

Kindern beibringen, wie man sich verhält, was richtig und falsch ist, und ihnen Wissen und Fähigkeiten vermitteln, damit sie (gut) im Leben zurechtkommen, z. B. durch Eltern oder in der Schule.
Beispiel: Ein Kind lernt von den Eltern, dass es Ordnung halten sollte.

Weitere Beispiele für Wahrnehmungsfilter aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft findest Du in anderen Blogartikeln.


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Dieser Blogbeitrag ist ein kleiner Auszug aus dem Booklet “Der königliche Eisberg”

So, der hier. Erziehung. Hilfe und Lernen ist möglich. Hier siehst Du die Mama, die liebevolle, wie sie mit ihrem Sohn Hausaufgaben macht und ihm Sachen zeigt und erklärt. Oder hier die Mutter, die raucht lieber und macht Selfies und eher schon die ganze Zeit fern. So, wie wurdest Du als Kind erzogen oder geprägt? Auch das wirkt sich aus.

Zum Beispiel Kinder von Selbstständigen oder von Unternehmern ticken ganz anders als Kinder von Beamten oder Angestellten. Ist klar, weil die übernehmen das natürlich.

Oder hier: Beitragen ist wichtig und wird belohnt: “Danke, mein Schatz. Sobald du fertig bist, wartet hier eine leckere Schokolade auf dich.” Oder hier. Der muss ich einfach nur auf den Boden werfen, schreien, sich komisch aufführen und schon: “Na, welche darf’s denn sein, mein kleiner Spatz?” Also, welche Schokolade hättest Du denn gerne?

Im einen Fall wird halt richtiges Verhalten belohnt, im anderen schlechtes. Und wenn das zu oft gemacht wird und man jemandem nur Aufmerksamkeit gibt, wenn er sich schlecht verhält, dann ist das ein schwerer Erziehungsfehler, den man aber leicht macht. Also zum Beispiel – ich habe es an anderer Stelle schon mal erzählt: Bei Sanitätern, wenn die an den Unfallort kommen, gilt die Regel: Wer schreit, kriegt noch Luft.

Warum? Weil man natürlich … Stell Dir vor, Du bist jetzt Sanitäter und da schreit einer wie am Spieß, natürlich neigst Du dazu, da zuerst hin zu rennen, aber der kriegt noch Luft. Du solltest lieber mal zu denen schauen, die eben nicht mehr schreien. So, deswegen muss man das ganz speziell den Leuten sagen. Das kriegen die wirklich in der Ausbildung genauso erklärt. Wer schreit, kriegt noch Luft.

So, und hier ist es so ähnlich. Wenn Du jetzt die ganze Zeit nur Leuten Aufmerksamkeit gibst, wenn sie sich schlecht verhalten, was wird wohl passieren? Weil Aufmerksamkeit ist ein Gut, etwas, was Leute wollen, sonst würden sie ja nicht die ganze Zeit Selfies auf Social Media posten. Wir wollen ja Aufmerksamkeit.

Oder Manipulationsmethoden, Ghosting, also dass Du dann dem anderen einfach brutal die Aufmerksamkeit entziehst. Aufmerksamkeit ist ein wertvolles Gut. Überlege Dir, wohin Du sie packst, weil wenn Du sie immer nur gibst, wenn jemand was Schlechtes macht, das ist auch wieder schlecht.

Umgekehrt ist es natürlich so, manchmal muss man auch was in Ordnung bringen und dem Aufmerksamkeit geben, aber die Dosis macht hierbei das Gift. So, das heißt, Du solltest grundlegend schauen, lieber dem Positiven Aufmerksamkeit zu geben als dem Negativen.

Also Du kannst auf 2 Arten denken, etwas zu verbessern. Die eine Art ist: Ich stelle das ab, was mir nicht gefällt und denke, danach ist es schön. Die andere Art ist: Ich nehme das, was mir gefällt, gib ihm viel Aufmerksamkeit und mach’s größer. Welches ist die bessere, aber leider selten benutzte? Die zweite.

Die erste, dass Du versuchst etwas abzustellen, machen alle. Ich neige auch immer wieder dazu, aber es ist schlecht. Warum? Weil Du packst Deine Energie in das Schlechte und dadurch machst Du das Schlechte genaugenommen größer. So, und wir alle, wir regen uns über das Schlechte auf, nehmen aber nicht unbedingt das Positive und schätzen es entsprechend wert.

Also als Beispiel. Ich erinnere mich noch, bei mir in der Schule mit meiner Mutter. Beim Lernen hat sie mich darüber kritisiert, darüber “Du kannst das noch nicht, Du kannst das noch nicht. Du kannst das noch nicht.” Also gefühlt waren es 100 Einheiten Negatives abstellen und dann kam eine gute Note: “Ah, ja toll!”

Wenn Du Dir das mal anschaust, versetzt Dich mal die Position, in diesen Schüler. So und das blöde ist natürlich, es prägt ihn auch. Er macht es dann später genauso bei anderen und so nimmt das Unglück seinen Lauf.

Teilnehmer: Ich habe dazu noch mal 2 Beispiele von mir selbst, wo jetzt auch das Thema Prägung und Aufmerksamkeit zusammenkommen. Ich habe meine Ausbildung in der Sparkasse gemacht, die ja die Anstalt des öffentlichen Rechts ist, mit einem öffentlichen Auftrag und da musstest Du Dich halt um jeden Kunden kümmern, egal wie der so drauf war oder wirtschaftlich gut oder schlecht.

Und ich merke das bei mir jetzt heute immer noch. Wenn man jetzt 100 Kunden hat oder Kundenmenge 100 Prozent … Du hast ja nie 100 Prozent zufriedene Kunden. Nie. Wenn Du jetzt irgendwie … Ein paar sind halt unzufrieden. Und wenn man sich dann halt die ganze Zeit und seinen Fokus darauf geht, die Unzufriedenen wieder happy zu machen, dann vernachlässigt man ja die, die zufrieden sind, lässt denen weniger Aufmerksamkeit und Service zukommen, was zur Folge hat, dass die irgendwann auch noch unzufrieden werden und sich nicht um sie kümmert. Und da stelle ich fest, dass das so ein Muster ist, in das ich wider besseren Wissens auch immer wieder reinlaufe.

Alex: Das geht auch schnell bei Mitarbeitern. Also wenn Du jetzt irgendwo Chef bist und Du hast dort Mitarbeiter, dann kümmerst Du Dich immer mehr um die Problemfälle gefühlt, anstatt um die, die ihren Job richtig gut machen. So, und das geht eigentlich nicht so, man neigt immer dazu.

Man wird dahin gesaugt, aber darf man nicht machen. So, aber noch mal: Wer schreit, kriegt noch Luft. Das muss man sich praktisch die ganze Zeit bewusst machen, weil rein intuitiv läuft man natürlich dorthin, wo es nicht toll läuft und ignoriert, aber viel zu viel das, wo es gut ist. Das muss man wirklich umdrehen.

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