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Alle ArtikelFundamental-Booklet: Der versteckte Faktor (Hilfe)

Die 2 Arten von gescheiterter Hilfe

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Es gibt 2 Arten von gescheiterter Hilfe, die zu emotionaler Aufladung führen:

  1. Nicht angenommene Hilfe: Wenn Du helfen wolltest, aber Deine Hilfe nicht angenommen wurde
  2. Nicht erhaltene Hilfe: 
    • Wenn Du Hilfe brauchtest, aber Dir diese verweigert wurde, oder
    • Pseudohilfe: Wenn Du Hilfe brauchtest, Dir aber „Pseudohilfe“ gegeben wurde – es war keine Hilfe, sondern Manipulation, Egoismus oder gar eine Form von Betrug (deswegen reagieren übrigens viele Leute, wenn Du ihnen Hilfe anbietest, erst einmal misstrauisch).

Wenn Du diese Situationen erkennst und Dir bewusst machst, warum Du damals diese Entscheidungen getroffen hast, wirst Du merken, dass Du

  • ab dem Moment viel mehr Spaß im Leben haben wirst, 
  • viel leichter mit Menschen arbeiten können wirst, 
  • selbst nicht mehr so leicht triggerbar auf das Thema Hilfe sein wirst und
  • jetzt die (scheinbar provokativen) Reaktionen von anderen viel besser verstehen kannst.

Wichtig: Dieses Booklet einfach nur zu lesen, wird Dir nichts bringen. Nutze die Worksheets und reflektiere Deine Vergangenheit. Sobald Du erkennst, wo bei Dir gescheiterte Hilfe stattgefunden hat, verschwinden die negativen Emotionen und Dein Leben wird sich zum Positiven verändern.

Die 2 Arten von gescheiterter Hilfe auf einen Blick

Die 2 Arten von gescheiterter Hilfe auf einen Blick

Leider wahr: Negative Erfahrungen, Missemotionen und unvorteilhafte Glaubenssätze zum Thema “Hilfe / Beitragen” sind bei fast jedem Individuum vorhanden.

Beispiel: Nicht angenommene Hilfe

Nicht angenommene Hilfe: Du wolltest helfen, aber Deine Hilfe wurde nicht angenommen – zum Beispiel, weil Du noch nicht genug Erfahrung oder Informationen hattest. Du hattest zwar gute Absichten, konntest aber am Ende nicht beitragen und hast vielleicht jemanden verstimmt. 

Oder: Deine Hilfe wurde schlicht und einfach verweigert.

Beispiel: Nicht angenommene Hilfe

Beispiel: Nicht erhaltene Hilfe 

Beispiel: Nicht erhaltene Hilfe 

Nicht erhaltene Hilfe: Du brauchtest Hilfe, aber sie wurde Dir verweigert oder nicht gegeben. Auch das kann zu immensen negativen Auswirkungen führen. 

Beispiel: Nicht erhaltene Hilfe (Pseudohilfe)

Beispiel: Nicht erhaltene Hilfe (Pseudohilfe)

Nicht erhaltene Hilfe (Pseudohilfe): Du wolltest Hilfe, Dir wurde aber „Pseudohilfe“ gegeben. Tatsächlich war es keine Hilfe, sondern Manipulation, Egoismus oder gar eine Form von Betrug (Beispiel: Opioidkrise in den USA. Hier wurden z. B. Menschen mit einfachen Kopfschmerzen starke, abhängig machende Medikamente verschrieben, die die gleiche chemische Basis wie Heroin haben – einfach aus Profitgier!).


Video-Briefing

Video Vorschau

Dieser Blogbeitrag ist ein kleiner Auszug aus dem Booklet “Der versteckte Faktor (Hilfe)”

Die zwei Arten von gescheiterter Hilfe. Das muss man jetzt wissen, weil die gescheiterte Hilfe, die fehlgeschlagene Hilfe, das ist das, was die Emotionen in uns aufstaut. Und davon gibt es zwei Hauptarten. Es gibt zwei Arten von gescheiterter Hilfe, die zu emotionaler Aufladung führen. 

Es gibt natürlich noch mehr, aber das sind die wichtigsten Zwei:



  1. nicht angenommene Hilfe, wenn Du helfen wolltest, aber Deine Hilfe nicht angenommen wurde. Umgekehrt ist aber auch nett:

  2. nicht erhaltene Hilfe. Und das unterteilt sich jetzt, genau genommen, wieder in zwei Teile: 



  1. wenn oder als Du Hilfe brauchtest, aber Dir diese verweigert wurde. Also, Du wolltest Hilfe und: “Nöö, ich habe keine Lust.” Du hast immer Geld verliehen. Auf einmal hattest Du selber Geldknappheit. Du warst immer da für andere, dann brauchtest Du sie mal, dann nicht. So, was, zu was für einer Emotion führt das? Zu einer positiven? Nein. Wenn Dir das öfters passiert oder sehr oft, dann wird es irgendwann Hass. Oder

  2.  Pseudohilfe: Wenn Du Hilfe brauchst ist oder wolltest, Dir aber Pseudohilfe gegeben wurde – es war keine Hilfe, sondern Manipulation, Egoismus oder gar eine Form von Betrug. Du wolltest Hilfe mit Deiner Steuer und dann bist Du zu jemandem gegangen und der hat Dir das Blaue vom Himmel herunter versprochen und das hat dann nicht funktioniert. Oder Du wolltest bezüglich irgendetwas Hilfe, wolltest Deine Finanzen absichern, hat Dir einer ein Scheißprodukt verkauft. Später, als Du Dich auskanntest, hast Du Dir gedacht: ”Scheiße, das war richtig Kacke, was ich da gemacht habe”, und schon hast Du Pseudohilfe, was aber nichts anderes ist als nicht erhaltene Hilfe. Deswegen reagieren übrigens viele Leute, wenn Du ihnen Hilfe anbietest, erst einmal misstrauisch. Also gerade mit Vertrieb oder so, wenn Du zu tun hast, läufst Du genau in dieses Ding rein, dass jedem schon mal was verkauft wurde, was er später bereut hat. Und das ist dann nicht erhaltene Hilfe in Form von Pseudohilfe.


Hinweis: Warum dieses Booklet so aufgebaut ist, wie es ist. 


Wir haben Dir in diesem Booklet sehr viele Worksheets mit verschiedenen Ausarbeitungen vorbereitet. Worksheets sind einfach Bereiche, wo man dran arbeitet. So, das heißt, da ist dann eine Frage oder ein paar Zeilen und die arbeitest Du aus.


Und jetzt: Normalerweise haben Worksheets den Hauptzweck, das Gelernte mit dem Wissensnetz zu verknüpfen, damit es nicht übermorgen alles wieder vergessen ist, sondern in die Anwendung kommt. Das ist hier auch der Fall. 


Aber sie haben jetzt hier noch einen zusätzlichen Zweck. Diese Worksheets helfen Dir dabei zu erkennen, wo bei Dir in der Vergangenheit gescheiterte Hilfe stattgefunden hat und wo Du gegebenenfalls negative Entscheidungen bzw. Glaubenssätze aufgestellt hast, die Dich bis heute beeinflussen.


Du wirst anhand der Worksheets auch Beispiele aus Deinem Leben erkennen, wo andere Dich stark verstimmt haben, weil sie selbst nicht mehr an Hilfe geglaubt haben. So, das heißt, die Workshops haben nicht nur den Zweck, diese Daten mit Deinem Wissensnetz zu verknüpfen, sodass sie irgendwann mal zu Weisheit werden, sondern hier geht es auch darum, wirklich zu erkennen: “Oh, stimmt, das ist mir passiert”, und da einfach emotional drauf runter zu kommen. 


Also, vom Prinzip sind diese Worksheets, wenn Du sie durchmachst, werden die diese negativen Emotionen bei Dir rausnehmen, weil, wen interessiert denn die, genau genommen, die gescheiterte Hilfe von vor 20 Jahren oder von vor zehn Jahren? Klar, man muss die Informationen dadrüber haben, damit man die Fehler nicht mehr macht. Aber die Informationen sind ja nicht der Punkt. Das sind ja die Emotionen, die da dranhängen, die Dich dann reagieren lassen.


Wenn Du diese Situationen erkennst und Dir bewusst machst, warum Du damals diese Entscheidung getroffen hast, wirst Du bemerken: Du musst wirklich diese Situation Dir zurückrufen, musst Dir bewusst machen, was Du damals entschieden hast und warum. So, und dadurch verliert es an Emotion und seine Macht. Also zurückgehen, sich das nochmal anschauen: Was ist da genau passiert? Was habe ich da entschieden? Warum? 



  • Ab dem Moment wirst Du sehr viel mehr Spaß im Leben haben.

  • Du wirst viel leichter mit Menschen arbeiten können. 

  • Du selbst bist jetzt nicht mehr so leicht triggerbar auf das Thema Hilfe, gescheitert oder nicht.

  •  Und Du kannst jetzt die (scheinbar provokativen) Reaktionen von anderen viel besser verstehen, weil, wenn Du bei Dir selber das mal gesehen hast, wie Du Dich selber verhalten hast, dadurch löst Du gleich beide Seiten. 


Warum? Weil Du bei Dir selber erkennst: ”Ach, schau mal, ich habe mich da so verhalten, da so.” Also, jetzt, jetzt ist auf einmal einer, “Uäää”, richtig am Getriggertsein und wird emotional. So, dann nimmst Du das doch nicht persönlich, weil Du ja bei Dir selber weißt, was da die Gründe waren. Warum sollst Du es ihm jetzt persönlich nehmen? So, und dadurch bist Du praktisch doppelt abgesichert. 


Das heißt, Du bist selber nicht nur stabil, also Du bist nicht nur Deinen alten Scheiß los, sondern Du bist auch so stabil, dass kein Neuer mehr dazukommt. Und Du kannst andere stabilisieren, weil Du ja jetzt weißt, woran es liegt. 


Wichtig: Dieses Booklet einfach nur zu lesen, wird Dir nichts bringen. Nutze die Worksheets und reflektiere Deine Vergangenheit. Sobald Du erkennst, wo bei Dir gescheiterte Hilfe stattgefunden hat, verschwinden die negativen Emotionen und Dein Leben wird sich zum Positiven verändern.


Und wir machen ein Extra-Booklet nur über diesen Faktor – und das, obwohl es hier um Business geht. So, wenn dieser Faktor nicht so wichtig wäre – der mag Dir jetzt vielleicht noch nicht so erscheinen –, wenn er nicht so wichtig wäre, würde ich mich hier nicht in dieses gleißende Licht setzen, meine Zeit darauf verschwenden, irgendwie Texte und Grafiken machen zu lassen, weil uns das eigentlich nicht betrifft.


Aber doch, es ist so ein starker Faktor, dass ich mir diese Arbeit mache. Hier nochmal die zwei Arten von gescheiterter Hilfe auf einen Blick:

1. Nicht angenommene Hilfe

2a. Nicht erhaltene Hilfe und

2b. Nicht erhaltene Hilfe (Pseudohilfe) – Ihr seht, der hat hier so ein kleines Messerchen am Start, der Kollege. 


Gerade, wer schon einmal auf einer Schule war, der weiß, was da alles läuft, ja, wenn dann die Hierarchien nett, mehr oder weniger nett, brutal oder hinterhältig durchgesetzt werden. Das muss man nur wissen. 


Hilfe geben, nicht angenommen, macht Emotionen. Hilfe wollen, nicht bekommen, macht Emotion. Unterteilt sich in: einfach zurückgewiesen, und: “Kein Problem, wir helfen dir. Komm! Komm! Komm! Komm! Komm!” 


Beispiel: nicht angenommene Hilfe. Das übrigens, habe ich Euch gesagt, ist der Grund, warum Kinder später keine Lust mehr haben, mitzuarbeiten, weil sie zu viel davon abgekriegt haben.


Schau: Das Kind versucht mitzuhelfen, versucht erwachsen zu werden, versucht beizutragen, weil es ja nur kriegt: Es wird die ganze Zeit nur gefüttert und angezogen und kriegt ja nur. Und Du fühlst Dich ja als Kind wie ein Hartz-4-Empfänger. Verstehst Du? Du kriegst nur – nein, nein, das ist kein Witz. Du kriegst nur, aber Du kannst nicht beitragen. Das ist ein echter Scheiß-Zustand, weil Du Dich fühlst, hast das Selbstbewusstsein eines Schmarotzers.


Deswegen hat jedes Kind den irrsinnigen Drang beizutragen, und die gestresste Mama, die zwei Jobs hat und noch Streit mit dem Ehemann, der ist das in dem Moment natürlich nicht bewusst. So, und so zerstört sie Stück für Stück, ohne es zu merken – nicht riesig bei einem Mal, aber wenn Du das 10-, 20-mal machst –, dann schon die Bereitschaft des Kindes beizutragen. Das wird sich erst mal in Traurigkeit äußern und später dann in einem Null-Bock-Jugendlichen. 


Nicht angenommene Hilfe: Du wolltest helfen, aber Deine Hilfe wurde nicht angenommen – zum Beispiel, weil Du noch nicht genug Erfahrung oder Informationen hattest, oder aber wer anders nicht an Hilfe geglaubt hat. Das kann genauso sein. Du hattest zwar gute Absichten, konntest aber am Ende nicht beitragen und hast vielleicht jemanden verstimmt.


Oder: Deine Hilfe wurde schlicht und einfach verweigert – kein Bock, weil der andere einfach auch Emotionen auf Hilfe hatte, aber halt auf Hilfe-Bekommen und so weiter. All das kann zu einer immensen Menge an unschönen Emotionen führen. 


Oder: Beispiel nicht erhaltene Hilfe: “Schatz, kannst du mir bitte ein Glas Wasser bringen?” Also, er kann nicht laufen. “Ja, warte.” – “Echt? Das hat er gesagt.” – ‘Toll. Warum habe ich überhaupt gefragt?’ 


Und Du hast hier gerade, auch so gerade in romantischen Beziehungen, hast Du so diesen Revenge-Knopf (“Revenge”: Englisch für “Rache” oder “Zurückzahlen”). Weißt Du, so: “Ahh, der hat mich ignoriert. Jetzt ignoriere ich ihn.”– “Sie hat mich ignoriert. Jetzt ignoriere ich sie.” Und das, also, das kann schnell zum Kindergarten des Todes werden. Versteht Ihr, wie ich meine? Eigentlich ist es nur Kindergarten, aber das kann schnell kräftig ausufern.


Nicht erhaltene Hilfe: Du brauchtest Hilfe, aber sie wurde Dir verweigert und nicht gegeben. Auch das kann zu immensen negativen Auswirkungen führen, vor allem, wenn Du sie wirklich brauchtest. 


Ich erzähle Euch mal ein Beispiel, also nur, dass Ihr seht, wie man es auch anwenden kann. Ich kenne eine Frau, die ein sehr distanziertes Verhältnis – sie ist Anfang 30 – ein sehr distanziertes Verhältnis zu ihrem Sohn hatte. Der ist so 14. Wirklich distanziert.


Also klar, sie kümmert sich um ihn, aber völlige Distanz. Habe ich mir gedacht: “Hmm, ist ja interessant”, habe das so beobachtet und habe ich die einfach mal gefragt: “Du, wolltest du mal Hilfe von deinem Sohn und hast sie nicht bekommen?” Puuuch! So richtig gesehen, so: “Ja.” Sage ich: “Okay, was ist denn passiert?” Dann kamen richtig Emotionen raus. “Weißt du, ich kümmer mich um den immer und so weiter. Und wenn ich mal was brauche, dann hat er immer keinen Bock.”“Verstehe.” Ein konkretes Beispiel, ein paar konkrete Beispiele. 


Auf einmal macht es “Duung!” und sie so: “Oh! Fuck!” Sage ich: “Was denn?” Sagt sie:”Scheiße. Pass auf, ich habe da mir Venen operieren lassen an den Beinen.” Musste sie operieren lassen. Und dann hat es einfach wahnsinnig wehgetan. So. Und dann konnte sie sich aber auch kaum bücken und dann musste sie aufs Klo gehen und musste sich halt die Hose runterziehen – und das konnte sie nicht. Dann hat sie ihren Sohn gefragt, hat gesagt: “Kannst du bitte zu mir aufs Klo kommen und mir die Hose runterziehen?” Jetzt war der aber schon so 12, 13. Der hat sich natürlich gedacht: “Nein, ich will meiner Mutter nicht die Hose runterziehen.” Nachvollziehbar eigentlich. 


Aber die Frau war in dem Moment wirklich in so einem …, also, die ist eine sehr selbstbestimmte Frau, die eigentlich alles im Leben geregelt kriegt. Und auf einmal war sie so richtig schwach, weil sie eh schon als Schwäche angesehen hat. So, und dann fragt sie nach Hilfe, was sie ja sicher Überwindung gekostet hat. Und dann kriegt sie ein Brett, einen Korb oder wie auch immer Du das nennen möchtest. 


So, und ab diesem Moment hat sie mehr oder weniger entschieden: “Du und ich sind geschiedene Leute”, nicht bewusst, sondern es ging “schhhhhh”. “Ich helfe … also ich helf dir die ganze Zeit. Ich bin einmal schwach und brauche Hilfe und dann machst du so was. Fuck you!” So in etwa war das – natürlich nicht voll analytisch, dieser Glaubenssatz.


So, und dann habe ich mir das erzählen lassen und so weiter und so weiter. Dann habe ich Perspektivenwechsel gemacht, habe gesagt: “Gut, aber jetzt versetz dich doch mal in den Gesichtspunkt eines 13-jährigen, dem das gar nicht so bewusst ist, dass du Schmerzen hast, dass du eigentlich sonst immer alles geregelt kriegst und dies und das und jenes. Und stell dir vor, das ist jetzt ein Heranwachsender, bei dem langsam die Hormone steigen, und der sieht dich auch als starke Person an und als Fels in der Brandung. Und du bittest ihn jetzt, dir die Hose runterzuziehen. Was könnte denn da passiert sein?” Dann sagt sie, denkt sie darüber nach, sagt: “Ja, stimmt, ich hätte wahrscheinlich ähnlich reagiert an seiner Stelle.”


Sage ich: “Genau, weil er nämlich gar nicht wirklich verstanden hat, wie stark du Hilfe brauchst, weil du ja nur gesagt hast: ‘Könntest du mir bitte die Hose runterziehen?’ und nicht: ‘Pass auf, mir geht es richtig scheiße. Schau, für mich ist das total Kacke, weil ich sonst alles in meinem Leben geregelt kriege. Und ich brauche jetzt wirklich deine Hilfe.’” Das hat der gar nicht so verstanden.


Versteht Ihr, wie ich meine? Sondern einfach: “Höö? Mama die Hose runterziehen? Nein!” Seitdem – ich habe das mit der gemacht – seitdem hat sich das Verhältnis um 180 Grad gedreht zwischen den beiden. 


Also, ich will Euch dieses Beispiel nur mal sagen, wie krass sich das auswirken kann. Klar war das jetzt auch nicht runtergefallener Teller, sondern es war wirklich jemand, der sich wirklich schwach gefühlt hat und der wirklich selber viel hilft – er hat sich einmal schwach gefühlt und ist dann zurückgewiesen worden. Was das für eine Auswirkung war – das mal nur mal so als kleine Story dazwischen.


Beispiel: Nicht erhaltene Hilfe, Pseudohilfe. “Ich habe Liebeskummer.” – “Kein Problem. Nehmen Sie einfach diese Pille.” – “Ich fühle mich wie ein Versager.”– “Kein Problem. Nehmen Sie einfach diese Pille.” – “Ich kann mich in der Schule so schlecht konzentrieren.” – “Kein Problem. Nehmen Sie diese Pille.” Zum Schluss landen Sie dann alle als Drogensüchtige dadrauf.


Das ist übrigens kein Witz. Nicht erhaltene Hilfe, Pseudohilfe. Du wolltest Hilfe, Dir wurde aber Pseudohilfe gegeben. Tatsächlich war es keine Hilfe, sondern Manipulation, Egoismus oder gar eine Form von Betrug. Beispiel: Die Opioidkrise in den USA. Hier wurden zum Beispiel Menschen mit einfachen Kopfschmerzen starke, abhängig machende Medikamente verschrieben, die die gleiche chemische Basis wie Heroin haben – einfach aus Profitgier.


Ihr könnt ja mal jemanden fragen, der schon länger Psychopharmaka nimmt, zwei, drei Jahre – vielleicht kennt Ihr jemanden –, ob er es nochmal tun würde. Ihr werdet feststellen: Die meisten würden es nicht nochmal tun. Das ist eine Pseudohilfe. Du nimmst es und: “Haa!” Es geht Dir besser und so weiter, aber es wird dadurch natürlich auch immer schlimmer.


Also, Psychopharmaka sind Drogen. Es gibt zwei Arten von Drogen: Heroin und Kokain, vereinfacht gesagt. Das eine dämpft, das andere pusht – und die funktionieren alle gleich. Ja? Die besetzen irgendwelche Transmitter oder, also, zwischen den Nerven blockieren sie entweder etwas oder sie fügen etwas hinzu. Sie funktionieren alle gleich. Gibt’s verschiedene Substanzen mit mehr oder weniger Nebenwirkungen. Alles gut, aber es gibt Pusher und Dämpfer.


So, und diese Medikamente sind auch nichts anderes als diese Sachen. Und wenn man dann, anstatt sich mit dem Patienten auseinanderzusetzen, eben einfach nur Koks oder Heroin verschreibt … Natürlich, wenn das Kind sich nicht konzentrieren kann und Du dämpfst es, also, Du gibst ihm ein bisschen Heroin – klar ist es dann danach natürlich ruhiger, sieht aufgeräumter aus. Und genau das ist in den USA gemacht worden.


Könnt Ihr mal googlen: “Opioidkrise” – da wurden auf ganz hinterhältige Weise Ärzte eingesackt, über Incentives, über Bestechung, über alles Mögliche. Gibt es sogar Netflix-Film drüber. Und die Leute haben sich vertrauensvoll an den Arzt gewandt, wollten Hilfe und sind einfach betrogen worden. 


Im Gegenteil, die haben sich gedacht: “Tolle, tolle Patienten! Wenn die es ein paarmal nehmen, werden sie süchtig.” Ist ein perfektes Abo-Modell: verdienst nicht einmal Geld, sondern immer! Ist doch wunderbar! Und das ist eben nicht erhaltene Pseudohilfe, wo Du einfach jemandem vorspiegelst zu helfen und stattdessen ist es Profitgier.


Auch an die Verkäufer unter Euch: Wenn Ihr Leuten nicht wirklich helfen könnt mit Eurem Produkt, verkauft ihnen lieber nichts. Es schadet Euch mehr als dem Kunden, weil Du weißt, dass Du schlechte Hilfe angeboten hast. Er wird natürlich auch emotional auf Pseudohilfe, aber es schadet Dir mehr als ihm und den anderen schadet es auch. Also glaube mir, das bringt nichts.


So, das war so die Einführung: Warum? Wieso? Weshalb? Haben wir da Fragen zu oder Beispiele, wo Ihr selber was erlebt habt? Ja? Bitte mit Mikro.


Teilnehmer: Passiert Pseudohilfe immer nur aus eigenem … aus Eigennutz? Oder gibt es da auch andere Gründe für, warum jemand Pseudohilfe anbietet?


Alex: Es kann auch aus Unwissenheit passieren. Also, ich habe früher auch schon Immobilien verkauft, die ich heute nicht mehr verkaufen würde. Die habe ich aber nicht deswegen verkauft, weil ich jemanden bescheißen wollte, sondern weil ich es nicht besser wusste. Natürlich ist das keine Rechtfertigung, weil ich hätte dann einfach, wenn ich zu planlos war, es nicht verkaufen sollen. Aber es kann auch einfach Unwissenheit sein. So, und das ist dann auch wieder schlimm.


Also stell Dir vor, Du tust jetzt etwas mit guter Absicht, willst wirklich helfen, ja? Und dann auf einmal stellt sich raus: Du hast ja geschadet, Du wolltest wirklich helfen, und stattdessen hast Du Schaden angerichtet. Gar nicht absichtlich. Wenn Du es absichtlich tust, dann wäre es ja wenigstens in Ordnung. Aber nein, Du hast es mit gemeint und es hat sich als Schaden herausgestellt.


Auch das sind alles Auswirkungen von gescheiterter Hilfe und das gibt ganz schöne Emotionen. Hat aber jeder – macht es aber nicht besser, weil die sich dann immer alle gegenseitig triggern. Weißt Du, wie ich meine? Die Menschen sind so, wie so – haben, haben … musst Du Dir so vorstellen: so ein durchschnittlicher Mensch hat so 1000 Hilfeknöpfe: rote, die anderen aber auch, und sobald ein Knopf an den anderen kommt, drücken sie sich gegenseitig.


Also, je mehr Menschen miteinander agieren, desto mehr triggern sie sich. Und das ist natürlich schlecht, weil das sich dann hochpotenziert. Und dann werden Gruppen auch manchmal ein bisschen aggressiv.

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