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Zu viel Theorie, zu viel Bedeutung, zu wenig “be-greifen” und “Fleisch” (fehlende Masse)

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Versuch mal, das Thema Motoren nur in der Theorie zu studieren, ohne einen Motor oder zumindest ein Modell davon vor Dir zu haben. Hier ist es ziemlich offensichtlich, dass es schwierig bis unmöglich sein wird (weil Du keine “Masse” dazu hast). 

Allerdings ist es in anderen Bereichen nicht anders: Bedeutung (also Worte) alleine hilft Dir nicht, ein Fachgebiet wirklich zu verstehen. Du musst Dir das Gelernte vorstellen können, es anschauen, es anfassen, damit herumspielen, es wirklich be-greifen, um es konzeptionell verstehen zu können.
Im Gegenteil dazu kann zu viel Theorie und Bedeutung dafür sorgen, dass Du Dich wie zerquetscht und verbogen fühlst und das Gelernte später nicht wirklich verwenden kannst.


Video-Briefing

Video Vorschau

Dieser Blogbeitrag ist ein kleiner Auszug aus dem Booklet “High-Tech-Lernen (& -Lehren)”

Zu viel Theorie, zu viel Bedeutung, zu wenig “be-greifen” und “Fleisch” (fehlende Masse)

Zu viel Theorie, zu viel Bedeutung, zu wenig “be-greifen” und “Fleisch”. Fehlende Masse, nur Theorie, nur Worte, nur Symbole, aber nichts wirklich zum Anfassen. 

Versuch mal, das Thema “Motoren” nur in der Theorie zu studieren, ohne einen Motor oder zumindest ein Modell davon vor Dir zu haben. Hier ist ziemlich offensichtlich, dass es schwierig bis unmöglich sein wird, weil Du keine Masse dazu hast.

Also, Du hast das nur in Worten beschrieben, ein bisschen Masse-Ersatz in Bilder. Aber hast Du schon mal eine Bedienungsanleitung gelesen über ein technisches Gerät, wo es, zum Beispiel, keine Zeichnungen waren? Ikea Regale – früher –! Die Bedienungsanleitungen sind viel besser geworden. Aber wer das noch kennt, die Regale vor 20 Jahren, … “Häh, was? Ja, machen Sie die Nippel X in die Lasche Y …” So, ich übertreibe jetzt aber … 

Kennt Ihr das – von Bedienungsanleitungen her –, dass Du irgendwie [Alex verkneift sein Gesicht] … “Äh …?” so … Und am besten wäre natürlich ein Video. 

So, deswegen funktionieren diese Tutorial-Videos “Wie baue ich ein Regal zusammen?” am besten, weil Du siehst es. Allerdings ist es in anderen Bereichen nicht anders. 

Bedeutung – also Bedeutung, die reine Definition, also Worte, Bedeutung, also reine Information, reine Worte, reine Symbolik – allein hilft Dir nicht, ein Fachgebiet wirklich zu verstehen.

Du musst Dir das Gelernte vorstellen können, es anschauen, es anfassen, damit herumspielen, es wirklich “begreifen” – wir machen das hier mit Bindestrich, weil “be-greifen” bedeutet: anfassen, umdrehen, dran schnuppern, lecken –. Warum lecken? Na ja, wie begreift ein Kind? 

Ich denke, jeder von Euch hat ein begriffliches Verstehen, was ein Stein ist. Wer von Euch kann sich vorstellen, wie der schmeckt oder wer kann es nicht? Oh, keiner? Woran liegt das wohl? Weil Ihr auch daran gerochen und gelegt habt. Und so begreifen Menschen, “be-greifen”. [Alex macht mit der Hand eine Greifbewegung.]

Also Du musst es wirklich “be-greifen”, um es konzeptionell – also tiefgreifend – verstehen zu können. Und wenn Du es konzeptionell verstanden hast, dann geht es nie wieder verloren. Besteht die Möglichkeit, dass Du irgendwann mal vergisst, was ein Stein ist und dass es schlecht ist, ihn auf Autos zu werfen und dass es lustig ist, in den See …? Verblasst es? Nein, weil Du es “be-griffen” hast. Dagegen, in der Schule hat man es angeklebt und das ist verblasst. 

Im Gegenteil dazu kann zu viel Theorie und Bedeutung dafür sorgen, dass Du Dich wie zerquetscht und verbogen fühlst und das Gelernte später nicht wirklich verwenden kannst. Also zerquetscht und verbogen – ich weiß nicht, ob Ihr schon mal Leute in der Schule gesehen habt, die dann so dasitzen [Alex macht einen krummen Rücken] –, das bedeutet: zu viel Theorie zu wenig anfassen.

Der müsste dann Bilder nehmen, Videos anschauen, am besten vor Ort gehen – das geht natürlich nicht immer – oder Skizzen machen. 

So, das ist jetzt hier so unser Student [Grafik wird eingeblendet]: Motor, Getriebe, Kardanwelle, Hubraum, Pleuelstange, Kolben und so weiter. Und jetzt so: “Ah, jetzt habe ich es kapiert!”  Wenn er das dann bekommt, dieses “Ah, jetzt habe ich es kapiert”,  mit Anfassen, mit Masse, das vergisst Du nie wieder! Nie wieder!

Und das ist das, was wir wollen: Konzeptionelles Verstehen, das Du es einmal wirklich verstanden, also “be-griffen” hast und es somit nie wieder vergisst. 

Mir ist klar, dass die Schüler unter Euch auch Prüfungen bestehen müssen über Dinge, die sie nie wieder verwenden werden. Auch dafür haben wir Lösungen! Keine Sorge.

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