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Definition: System

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Ein System ist eine in sich einigermaßen geschlossene Sammlung von Teilen (Faktoren), die miteinander in Wechselwirkungen stehen und sich gegenseitig beeinflussen.  
Ein System hat immer eigene, interne Gesetze, Abläufe bzw. Prozesse, die beachtet werden müssen.

Definition: “funktionierendes System” 
Ein System, das seinen Zweck erfüllt und (wesentlich) mehr Nutzen als Schaden bringt.

Jedes System ist selbst immer Teil eines größeren Systems. Alle Systemteile sind für sich genommen wiederum kleine Untersysteme / Subsysteme. Es gibt also einen unendlichen “zoom in” / “zoom out”. 

In Systemen laufen Prozesse ab.

Systeme grafisch dargestellt

Genaugenommen kann man Systeme nicht zweidimensional darstellen, denn sie sehen eigentlich eher so aus:

Weitere Beispiele für Systeme

Der menschliche Körper

Der menschliche Körper ist ein System. Er ist eine einigermaßen geschlossene Sammlung von Organen, Flüssigkeiten, Mikroorganismen und anderen Einzelteilen, die in einer Umwelt existieren, wobei die einzelnen Bestandteile in Wechselwirkung miteinander stehen und im Körper innere Gesetzmäßigkeiten bestehen und Abläufe / Prozesse stattfinden.

Ein Unternehmen

Ein Unternehmen ist ebenfalls ein System, denn es gibt eine Reihe von Mitarbeitern, die verschiedene Funktionen ausführen, sich in Wechselwirkung zueinander befinden und verschiedene Arbeiten (Abläufe / Prozesse) durchführen. Natürlich folgt all das gewissen Gesetzmäßigkeiten und das Unternehmen befindet sich in einer Umwelt, in der es es auf Märkten mit anderen Unternehmen und Kunden zu tun hat.

Buchreihen (wie Harry Potter)

Eine Buchreihe, wie z. B. Harry Potter, ist ebenfalls ein System. Die einzelnen Bücher sind die Hauptfaktoren, die zusammen ein magisches Universum bilden. Jedes Buch trägt zur Entwicklung der übergeordneten Geschichte bei, indem es neue Aspekte der magischen Welt einführt und zeigt, wie die Charaktere sich entwickeln. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die folgenden Bücher und das gesamte System. 

Heizung mit Thermostat

Eine Heizung mit Thermostat ist ebenfalls ein System. Der Thermostat misst einerseits die aktuelle Temperatur und hat eine Ideal-Temperatur, die er anstrebt. Er vergleicht immer den Ist- mit dem Soll-Zustand und öffnet oder schließt je nachdem die Heizung. Dann schaut er auf das nächste Feedback (ist die Temperatur angestiegen / gefallen) und passt wieder entsprechend an.

Restaurant, das ein Gourmetmenü produziert

Ein Restaurant, das ein Gourmetmenü produziert, ist ebenfalls ein komplexes System bestehend aus verschiedenen Faktoren. Es gibt die Küchenmannschaft, die für die Kreation und Zubereitung der Speisen zuständig ist. Dann gibt es das Serviceteam, das für die Präsentation der Speisen und die Betreuung der Gäste verantwortlich ist. Beide Teams arbeiten eng zusammen, um sicherzustellen, dass jeder Gang zur richtigen Zeit und in der richtigen Art und Weise serviert wird.

Ein weiterer wichtiger Teil des Systems ist die Ambiente-Gestaltung des Restaurants. Dies umfasst die Inneneinrichtung, die Beleuchtung, die Musik und sogar die Art des Geschirrs, um eine Atmosphäre zu schaffen, die das Gourmetmenü zu einem Erlebnis macht. Es geht also nicht nur um das Essen selbst, sondern um das Zusammenspiel aller Faktoren, was das Gesamterlebnis prägt.


Video-Briefing

Video Vorschau

Dieser Blogbeitrag ist ein kleiner Auszug aus dem Booklet “Systemisches Denken”

So, jetzt haben wir hier nochmal die Definition stehen, die kennt Ihr ja inzwischen schon in und auswendig, aber jetzt dürfte sie Euch wahrscheinlich etwas klarer sein.

Jetzt schauen wir uns noch an: Definition “funktionierendes System”, also, dass wir einfach vom gleichen reden. Ein funktionierendes System ist ein System, das seinen Zweck erfüllt und (wesentlich mehr) Nutzen als Schaden bringt.

Das ist natürlich subjektiv. Das System des Jägers ist anders als das System der Ente. Aber in unserer Anwendung, wenn wir von einem funktionierenden System sprechen, dann sprechen wir von “Funktionieren” in unserem Sinne.

Jedes System ist selbst immer Teil eines größeren Systems. Immer. Alle Systemteile sind für sich genommen wiederum kleinere Untersysteme oder auch Subsysteme. “Sub” heißt unter.

Es gibt also einen unendlichen “zoom in” / “zoom out”. Also wie wenn Du heranzoomst oder wieder weit rauszoomst. Im System laufen Prozesse ab. Hinweis: Alle Worte der unterstehenden Grafiken findest Du, inklusive Beispielen, im Glossar leicht definiert.

Hier haben wir das jetzt mal dargestellt. Galaxiessysteme, Subatomare Systeme, also sogar noch unterhalb von Atomen, Solarsysteme, Molekülsysteme, Planetensysteme. Da hast Du die Biosphäre, also dort, wo das Leben stattfindet, dann hast Du die Atmosphäre, die Stratosphäre, und so weiter. Gehen jetzt gar nicht so tief rein.

Ökosysteme, Sozialsysteme, in Sozialsystemen hast Du wieder Sprachsysteme, Familiensysteme, Stammessysteme. Sozialsysteme unterteilen sich dann wieder in Teams, Bands, Clubs, Gangs, Klassen, Paare, Abteilungen, Familie.

Dann hast Du hier Organsystem, Blutkreislaufsystem, Atemsystem, Zellsystem, Verdauungssystem, Skelettsystem, Selbstreproduktion. Das können wir Menschen jetzt zwar nicht, also wir müssen uns mit Fremden reproduzieren, aber es gibt auch Lebewesen, die können sich selbst reproduzieren wie Schnecken oder Würmer.

Psychologische Systeme, Fähigkeiten, Sprachen, Wissen. Humane Zivilisationssysteme, also die der Mensch praktisch aufgebaut hat. Logistische Systeme, Gesundheitssysteme, Regierungen, Firmen, Transportsysteme, Technologische Systeme, Religionssysteme, Ökonomische Systeme, Politische Systeme, Schulsysteme, Kommunikationssysteme, Militärsysteme usw.

Um Euch einfach mal die Komplexheit der von Menschen aufgebauten Systeme einfach darzustellen, stelle Dir doch einfach mal einen Bleistift vor, der hinten so ein Radiergummi dran hat. Kein einziger Mensch, kein einzelner Mensch könnte das jemals selber zusammenkriegen. Ja, weil für das Blei im Bleistift oder für das Graphit da drin, dafür müsstest Du Löcher graben können. Also sprich Du müsstest es bergen können. Ebenso wie das Metall, das um den Gummi herum ist. So, dafür müsstest Du das Erz gewinnen können.

Dann müsstest Du das Metall aus dem Erz rauskriegen. Dann ist es ja nicht ein Metall, sondern es ist eine Metalllegierung, also eine Metallmischung. Dann musst Du wissen, wie man das mischt. Dann musst Du es walzen können, eventuell noch lackieren können, musst das rund machen können, sodass es hinten dran passt. Der Gummi, der ist teilsynthetisch oder von einem Kautschuk-Baum.

Das Holz, das muss lackiert werden, in den Lacken sind Lösungsmittel drin, dafür brauchst Du wieder eine Chemiefabrik etc. Also wenn Du nur einen Bleistift, so ein popeliges Ding, anschaust, dann siehst Du, wie das das Ergebnis eines gesamten Lieferkettensystems und Verarbeitungssystems ist. Das einfach nur mal so als kleines Beispiel.

Okay, “Systeme grafisch dargestellt”, um das noch ein bisschen besser in den Kopf zu kriegen. Also nochmal, Systeme wären zum Beispiel Maschinen, Organismen, Soziale Systeme, Psychische Systeme. Soziale Systeme, da wäre zum Beispiel das System der Interaktion, der Organisationen, von Gesellschaften, also Businessgesellschaften, aber auch Zivilgesellschaften.

Jetzt ist hier eins wichtig: Genau genommen kann man Systeme nicht zweidimensional darstellen, denn sie sehen eigentlich eher so aus, sie sind eigentlich total quer vernetzt. Und wenn Du jetzt an einem von diesen Punkten rum ziehst, dann veränderst Du natürlich andere Punkte mit.

Weitere Beispiele für Systeme. Der menschliche Körper: Der menschliche Körper ist ein System. Er ist eine einigermaßen geschlossene Sammlung von Organen, Flüssigkeiten, Mikroorganismen und anderen Einzelteilen. Also zum Beispiel, der menschliche Körper besteht auch wirklich aus Bakterien, aus Viren, aus allem Möglichen. 

Übrigens denkt man immer nur, dass Viren schlecht wären. Nein, jede Upside hat eine Downside, jede Downside hat eine Upside. Wenn Du in unsere DNA reinschaust, dann haben Viren immer dafür gesorgt, dass … also wir als Mensch wären ohne Viren nie zustande gekommen, weil in der menschlichen DNA ganz viel über Viren übertragen wurde. Also auch das hängt alles zusammen. Das ist alles nicht ganz so einfach, wie sich die meisten vorstellen.

Der menschliche Körper ist eine einigermaßen geschlossene Sammlung von Organen, Flüssigkeiten, Mikroorganismen und anderen Einzelteilen, die in einer Umwelt existieren, wobei die einzelnen Bestandteile in Wechselwirkung miteinander stehen und im Körper innere Gesetzmäßigkeiten bestehen und Abläufe und Prozesse stattfinden. Auch wieder klar.

Ein Unternehmen: Ein Unternehmen ist ebenfalls ein System, denn es gibt eine Reihe von Mitarbeitern, die verschiedene Funktionen ausführen, sich in Wechselwirkung zueinander befinden und verschiedene Arbeiten, Abläufe, Prozesse durchführen. Also ein Prozess ist ja ein fortschreitendes Herausbilden von etwas. Natürlich folgt all das gewissen Gesetzmäßigkeiten und das Unternehmen befindet sich in einer Umwelt, in der es auf Märkten mit anderen Unternehmen und Kunden zu tun hat. So, jetzt, wie willst Du denn jemals ein Unternehmen aufbauen, wenn Du von Systemik keine Ahnung hast? Ja, haben aber 98 Prozent der Unternehmer nicht.

Buchreihen: Selbst eine Buchreihe wie Harry Potter ist in sich genommen auch ein System. Eine Buchreihe wie zum Beispiel Harry Potter ist ebenfalls ein System. Die einzelnen Bücher sind die Hauptfaktoren, die zusammen ein magisches Universum bilden.

Jedes Buch trägt zur Entwicklung der übergeordneten Geschichte bei, indem es neue Aspekte der magischen Welt einführt und zeigt, wie die Charaktere sich entwickeln. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die folgenden Bücher und das gesamte System.

Ihr werdet auch feststellen, dass viele große Bestseller, die wirklich groß waren, die haben jeweils so eine Art eigenes System oder Universum geschaffen. Star Wars. Ja, Planeten, die Regierung. Da gibt es ja Landkarten drüber.

Der Herr der Ringe, da gibt es ganze Karten drüber, Harry Potter etc. Das heißt also, je mehr das eine eigene systemische Welt ist, desto interessanter finden das die Leute.

Heizung mit Thermostat: Eine Heizung mit Thermostat ist ebenfalls ein System. Der Thermostat misst einerseits die aktuelle Temperatur und hat eine ideale Temperatur, die er anstrebt, die von außen von Dir vorgegeben wurde.

Er vergleicht immer den Ist- mit dem Soll-Zustand und öffnet und schließt je nachdem die Heizung. Dann schaut er auf das nächste Feedback (ist die Temperatur angestiegen / gefallen) und passt wieder entsprechend an.

Nochmal: Prozesse, Abläufe, Wechselwirkungen. So, das heißt, ein gutes System kann sich selber korrigieren. Ein gutes System kann sich selber korrigieren. Und wenn Du jetzt zum Beispiel eine gute Firma aufbauen möchtest oder ein gutes Schulsystem oder was auch immer, dann sollte es sich selbst korrigieren können.

Ein Restaurant, das ein Gourmetmenü produziert: Ein Restaurant, das ein Gourmetmenü produziert, also ein Menü für Feinschmecker, ist ebenfalls ein komplettes System, bestehend aus verschiedenen Faktoren. McDonald’s ist es aber auch. Das nennt sich sogar Systemgastronomie, weil es da eben darum geht, die einzelnen Systeme zu replizieren, das heißt, an anderen Standorten das Gesamtsystem möglichst einheitlich wieder hochzuziehen.

Aber bleiben wir bei unserem Gourmetmenü. Es gibt die Küchenmannschaft, die für die Kreation und Zubereitung der Speisen zuständig ist. Dann gibt es das Serviceteam, das für die Präsentation der Speisen und die Betreuung der Gäste verantwortlich ist. Beide Teams arbeiten eng zusammen, um sicherzustellen, dass jeder Gang zur richtigen Zeit und in der richtigen Art und Weise serviert wird. Natürlich gibt es dann noch das Management und den Einkauf und die Abrechnung und das Kassensystem und so weiter.

Ein weiterer Teil des Systems ist die Ambiente-Gestaltung des Restaurants. Dies umfasst die Inneneinrichtung, die Beleuchtung, die Musik und sogar die Art des Geschirrs, um eine Atmosphäre zu schaffen, die das Gourmetmenü zu einem Erlebnis macht. Es geht also nicht nur um das Essen selbst, sondern um das Zusammenspiel aller Faktoren, was das Gesamterlebnis prägt.

Auch so, wenn Ihr Euch sich das anschaut, Nokia hat eigentlich damals nur Telefone hergestellt. Steve Jobs hat mit dem iPhone ein System eingeführt. Warum? Weil, das war jetzt nicht nur ein Telefon, sondern das konntest Du praktisch selber modifizieren. Es gab einen AppStore, es gab eine Software für Programmierer, mit denen sie Apps machen konnten, Musik. Es gab vorher auch schon MP3-Player, aber es gab … Du konntest nichts kaufen, Du konntest nur mit Raubkopien arbeiten oder musstest Deine CDs selber umwandeln oder was auch immer.

Und er hat das Ding einfach nicht einzeln gemacht, sondern hat es als Gesamtsystem etabliert. Und Gesamtsysteme funktionieren.

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