Zur Hauptseite

Alle ArtikelFundamental-Booklet: Systemisches Denken

Wann Du bei Systemen besonders vorsichtig sein solltest – Übersicht

526 Leser

Ich habe immer wieder beobachtet, dass Mitarbeitern meine Entscheidungen teilweise nicht nachvollziehbar erschienen. Sie sagen: „Mal entscheidest du so und mal so.“ 

Tatsächlich waren es aber völlig unterschiedliche Situationen, die scheinbar gleich aussahen. Deswegen hier einmal kurz zur Verdeutlichung: 

  • Ich selbst bin (und jeder intelligente Geschäftsführer) sehr locker und experimentierfreudig bei neuen Systemen oder Systemen, die völlig in „Quarantäne“ getestet werden. 
  • Ich bin sehr zurückhaltend, konservativ und vorsichtig bei Experimenten an funktionierenden Systemen. Vor allem bin ich super vorsichtig an deren Hauptfaktoren, besonders wenn hohe Gefährlichkeit droht (wie z. B. hohe Stückzahl, VIP-Kunden, ein Prototyp, der multipliziert werden soll etc.).

Wie Du aber an anderen Stellen gesehen hast, trifft dies nicht nur auf das Geschäftsleben zu, sondern gilt in allen Bereichen des Lebens. Daher gilt die Regel: 

Bei bestehenden, vor allem funktionierenden Systemen solltest Du äußerst vorsichtig sein, da Deine Aktionen mehr Schaden als Nutzen anrichten können. 

Bei nicht vorhandenen oder neu aufzubauenden Systemen kannst Du sehr experimentierfreudig sein, da ja nichts existiert und man so auch nichts kaputtmachen kann.

Gefährliche Situationen

Bei den folgenden Situationen solltest Du besonders vorsichtig sein und auf Wechselwirkungen, Downsides und Co. achten.

  • Mangelnde Vertrautheit
  • Kein Überblick
  • Fehlende Informationen / Daten
  • Fehlende Historie
  • Wenig Kenntnis über Wechselwirkungen
  • Mangelnde Überwachung
  • Unbekannte bzw. nicht geprüfte Downsides
  • Schocks
  • Veränderte Umweltfaktoren
  • Höhe des möglichen / bedrohten Werts
  • Skalierung (= etwas expandieren,  in größerem Rahmen, höherer Stückzahl etc. tun) / Viralität
  • Faktoren
    • Völlig neue Faktoren 
    • Änderung an Hauptfaktoren
    • Änderung an mehreren Faktoren gleichzeitig

Video-Briefing

Video Vorschau

Dieser Blogbeitrag ist ein kleiner Auszug aus dem Booklet “Systemisches Denken”

So, nochmal: Wenn Du bei Systemen besonders vorsichtig sein solltest, folgt alles dem Prinzip “Gefahr erkannt, Gefahr gebannt”. 

Ich habe immer wieder beobachtet, dass Mitarbeitern meine Entscheidungen teilweise nicht nachvollziehbar erschienen. Sie sagen: “Mal entscheidest Du so, mal so.” So erscheint es. 

Tatsächlich waren es aber völlig unterschiedliche Situationen, die scheinbar gleich aussahen. Deswegen hier einmal kurz zur Verdeutlichung: 

  • Ich selbst bin (und jeder intelligente Geschäftsführer) sehr locker und experimentierfreudig bei neuen Systemen oder Systemen, die völlig in “Quarantäne” getestet werden.

Also, wenn mir einer eine neue Idee erzählt, sage ich als erste Frage: “Trägt es zum Engpass bei? Falls nein, bitte aufschreiben und Ideen zum Engpass ausdenken.” Falls es zum Engpass beiträgt: “Sehr schön. Durch den Erfolgsalgorithmus gezogen und? Alles klar? Sehr schön. Gut. Kannst Du es limitiert testen? Sehr schön. Welches Budget? Gut. Start!” Das war’s. 

  • Aber ich bin sehr zurückhaltend, konservativ und vorsichtig bei Experimenten an funktionierenden Systemen. Vor allem bin ich super vorsichtig an deren Hauptfaktoren, besonders wenn hohe Gefährlichkeit droht (zum Beispiel hohe Stückzahl, VIP-Kunden, ein Prototyp, der multipliziert werden soll etc.). Also, wenn Du jetzt einen kurzen Test an Neukunden für einen Tag durchführst und dort Anzeigen schaltest: Gut – keine hohe Gefährlichkeit, sofern es limitiert ist. Wenn Du aber all Deine VIP-Kunden anschreibst – hohe Gefährlichkeit. Ist klar, oder? Hohe Stückzahl ist immer hohe Gefährlichkeit.

Und wenn Du jetzt noch Folgendes mischst – und das machen viele übrigens: eine hohe Stückzahl, in einem bestehenden System, mit VIP-Kunden, ein Prototyp, und das Ganze noch auf Scale, also sprich auf hoher Drehzahl, dann bestell Dir schon mal den Sarg. 

Wie Du an anderen Stellen gesehen hast, trifft dies nicht nur auf das Geschäftsleben zu, sondern gilt in allen Bereichen des Lebens. Daher gilt die Regel: 

Bei bestehenden, vor allem funktionierenden Systemen solltest Du äußerst vorsichtig sein, da Deine Aktionen mehr Schaden als Nutzen anrichten können. 

Bei nicht vorhandenen oder neu aufzubauenden Systemen kannst Du sehr experimentierfreudig sein, da ja nichts existiert und man so auch nichts kaputt machen kann. 

Aber auch da solltest Du natürlich nicht all-in gehen, sondern wenn Du jetzt, sagen wir …, angenommen, Du hast für Experimente zehn Mille zur Verfügung, dann solltest Du die lieber auf 50 Experimente verteilen, anstatt auf das Durchsetzen einer Idee.

Gefährliche Situationen – die schauen wir uns dann noch einzeln an, ja, also jede Einzelne dieser Situationen schauen wir uns an. 

Bei den folgenden Situationen solltest Du besonders vorsichtig sein und auf Wechselwirkungen, Downsides und Co achten: 

  • Mangelnde Vertrautheit. Du machst etwas, womit Du keine Vertrautheit hast. Also, wenn ich jetzt zum Beispiel in einem fremden Land auf einmal Immobilien kaufe oder entwickeln möchte, das ist gefährlich – mangelnde Vertrautheit. 
  • Kein Überblick. Das heißt, Du übersiehst das gesamte System nicht. 
  • Fehlende Informationen oder Daten 
  • Fehlende Historie. Du kennst die Historie von einer Sache nicht. 
  • Wenig Kenntnis über Wechselwirkungen 
  • Mangelnde Überwachung. Du hast keine Überwachungssysteme, die Dir sagen: “Oh, hier läuft gerade was heiß.” Stell Dir mal vor, Du hättest ein Auto und da ist kein System, das sagt: “Oh, Benzin alle. Oh, Motor überhitzt. Oh, Bremsbeläge kaputt”, und so weiter, und so weiter. Also, stell es Dir einfach mal vor, wie viel Totalschäden Du hättest, wenn Du das so machen würdest. Aber Business? Kein Problem! Ist ja eine andere …ist ja nur ein Auto! So, dann 
  • Unbekannte bzw. nicht geprüfte Downsides. Nur wenn Du Dir die Frage stellst, ehrlich: “Welche Downsides könnten hier auftreten? Welche Wechselwirkung?”, bist Du schon zehnmal weiter als der Rest der Welt. Nur durch die Frage. Du musst sie Dir aber ehrlich stellen und nicht verliebt sein in Deine Idee. 
  • Schocks. Also, immer wenn Du etwas groß und schnell machst, ist immer gefährlich. Manchmal geht es nicht anders, dann weiß man aber, es ist gefährlich. 
  • Veränderte Umweltfaktoren. “Oh, eine Pandemie!” – “Oh, eine Energiekrise!” Das sind Sachen, die von außen kommen. Dann ist ein weiterer Faktor 
  • Höhe des möglichen oder bedrohten Wertes. Ein 10-Millionen-Euro-Koiteich – macht man weniger Experimente als mit einem 500-Euro-Koiteich. 
  • Skalierung ist gleich etwas expandieren, in größerem Rahmen, höherer Stückzahl etc. tun bzw. Viralität. Wir geben die Fundamental-Booklets, das ist praktisch “Systemisches Denken”, “Eisberg”, “Der versteckte Faktor (Hilfe)” und “Lernen, wie man lernt” –, geben wir als Booklets frei raus als PDF. Was meint Ihr, wie oft wir das Ding iteriert haben? Wir sind jetzt, glaube ich, bei Durchgang 120. Warum? Weil ich weiß genau: Wenn ich es einmal rausgeschickt habe, ist es nicht mehr zu stoppen. Das muss nahezu perfekt sein – getestet, alle QR.Codes, alles. Wenn da irgendein QR-Code falsch ist, kriegen wir nicht mehr zurück. 

Bei der gedruckten Variante dieser Booklets haben wir keine 40 Durchgänge. Warum? Weil, wenn wir einen Fehler finden, korrigieren … also, machen wir eine Auflage von 250 Stück, wenn wir einen Fehler finden, korrigieren wir es bei der nächsten Auflage. Lalala. Nicht gefährlich. Jetzt sagt Ihr: “Aber was ist denn der Unterschied zwischen der gedruckten und der PDF-Variante?” Für die meisten wäre es nichts, sie würden einfach das Druck-Ding ohne Schnittmarken als PDF rausgeben. 

Wir haben aber das Prinzip “Großartig oder Müllleimer”. Frage: Welches Cover haben nochmal unsere Booklets? Welche Farbe? Schwarz. Sehr schön. Wie toll fändest Du das, wenn ich Dir ein PDF schicke, das sehr viel mit sehr viel Schwarz arbeitet und dass Du dann vielleicht ausdrucken möchtest? Da kotzt Du – nicht nur, weil ich Deine Tintenpatronen leer mache, sondern auch, weil alles wellig wird, weil das Ding ja praktisch total durchnässt ist.

So, und das ist halt für mich nicht “Großartig oder Mülleimer”. Das heißt, die PDF-Variante ist anders als die Druckvariante – einfach auf PDF optimiert. So, also immer wenn Du hohe Stückzahl oder Viralität hast, besonders gefährlich. Du musst einfach nur wissen: Wo easy und wo Vorsicht? Letzter Punkt für gefährliche Situationen 

  • Faktoren. Du hast auf einmal: 
  • völlig neue Faktoren. Du 
  • änderst Hauptfaktoren oder Du machst 
  • Änderungen an mehreren Faktoren gleichzeitig. Auch manchmal geht es … ich sage Euch ja: “Niemals mehr als einen Faktor ändern.” Manchmal geht es nicht anders, geht nicht anders. Keine Ahnung, Du hast eine Pandemie und gleichzeitig hast Du vorher schon einen Faktor verändert. Jetzt hast auf einmal zwei Faktoren oder Du musst zwei Faktoren ändern. Ja, aber dann sei Dir bewusst: “Das ist saugefährlich.” Und mach nicht noch fünf andere Sachen und fahr nicht in den Urlaub während der Zeit.

 So, das sind die gefährlichen Situationen, auf die wir jede Einzelne noch einzeln eingehen.

Nochmal: Neue Systeme kannst Du rumexperimentieren, in Quarantäne kannst Du rumexperimentieren. Einbau in bestehende funktionierende Systeme, Alarmstufe Rot. Das sind die Punkte, bei denen Du erhöht vorsichtig sein solltest. Und der Grund, warum die Mitarbeiter immer sagen: “Warum macht er denn hier so einen Aufstand? Und da ist er so easy?” Ja, ganz einfach, weil bei dem PDF, wenn das einmal draußen ist, hohe Viralität und so weiter – krieg ich nie wieder raus. 

Bei der gedruckten Variante – na ja, im schlimmsten Fall, also, was weiß ich, wenn wir jetzt 50 verschicken und dann sagen die 50: “Pass mal auf, hier fehlen drei Seiten.” Dann sagen wir: “Oh Scheiße, schickt mal zurück!” – ganz limitierter Schaden.

Auf diesem Blog veröffentlichen wir regelmäßig Artikel zu den heißesten Themen aus Immobilien, Steuern, Unternehmertum und coolen Lifehacks.

Ganz ohne Fachchinesisch – Klartext, gut gelaunt, auf den Punkt. Mit unserem wöchentlichen Report verpasst Du keinen unserer Inhalte und bleibst stets auf dem Laufenden.

Kostenlos: Verpasse keine wichtigen Neuigkeiten!

Der Fischer’s Weekly Report. Bleib auf dem Laufenden und sei informiert über lokale Events, Community-Treffen, kostenlose Webinare, News, neue Blog-Artikel, Videos, Podcasts usw.

Du kannst diesen wöchentlichen Report jederzeit wieder abbestellen. Wir verwenden Deine Mailadresse ausschließlich zu oben genannten Zwecken und geben sie niemals an Dritte weiter. Mehr Details findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wann Du bei Systemen besonders vorsichtig sein solltest – Übersicht

Wird geladen…

Feedback senden

Du hast Anmerkungen oder zusätzliche Hinweise zu diesem Artikel? Oder Du hast Fehler entdeckt?

Deine Kontaktdaten

Dein Feedback zum Artikel