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Konskript: High-Tech-Lernen (& -Lehren) – Teil 1

529 Leser

Hinweis: Dieses Konskript kannst Du Dir auch als PDF herunterladen und ausdrucken. Den Link findest Du in den Ressourcen.

Falsches Lernen in der Vergangenheit

Zum Lernen gezwungen

  • Kein Verstehen, nur Bulimie
  • Nur auf Noten hin, nicht auf Verstehen, Anwendung und Ergebnisse
  • Gezwungen werden killt die Lust zu lernen
  • Autoritätshörigkeit, Arbeiterbienchen, nicht hinterfragen

Schlechte Glaubenssätze aufgestellt, die die Gegenwart negativ beeinflussen

  • Erkennen
  • Auflösen: Wann gemacht? Umstände und warum aufgestellt?

Korrektes Lernen ab jetzt

Allgemein

  • Sei selbstdenkend, logisch und hinterfrage. Autorität schlägt niemals Logik & Verstehen
  • Schlechte Einstellung: “Ich weiß schon alles und brauche keine Hilfe”-Einstellung (Dunning Kruger, Grundsatz der Mittelmäßigen)
  • Richtige Einstellung: “Auch wenn ich Teile davon schon kenne, lass uns schauen, was wir dazulernen können!”
    • Sei offen, neugierig 
    • Jeder Durchgang wird neue, tiefere Erkenntnisse bringen

Korrekte Ziele / Zwecke des Lernens: Verstehen, Anwendung, Ergebnisse

  • Ziel Lernen: konzeptionelles Verstehen mit Fokus auf Anwendung und wertvolle Ergebnisse
  • Definition “konzeptionelles Verstehen”: Du kannst mit den Inhalten denken, jonglieren, das Piano spielen, sie anwenden und vergisst sie somit nie wieder
  • Aha-Effekt Apfel (kopieren → erfassen →  verstehen)

Zweck Lernen: „Dinge zu be-greifen, mit dem Zweck, sie anwenden zu können, um damit ein Ergebnis zu erreichen (Produkt)“

Hindernisse zu konzeptionellem Verstehen und zu korrekter Anwendung

Hindernisse

  • “Ich weiß schon alles und brauche keine Hilfe”-Einstellung 
  • Keine Orientierung zum Thema
  • Über missverstandene Worte hinweggehen 
  • Zu viel Theorie, zu viel Bedeutung, zu wenig be-greifen und “Fleisch” (Motor / fehlende Masse)
  • Zu schnell zu große oder zu schwere Schritte (zu steiler Gradient)
  • Übergeordnete Daten und Wichtigkeiten sind nicht erkennbar

Liste der Werkzeuge für Lernerfolge 

Orientierung verschaffen 

Was ist? Wofür braucht? Welche Hauptteile (Struktur)? Was damit tun? Warum erfunden? Historie? etc.

Such Dir die richtigen Quellen

  • Bücher sind die Quelle, nicht Vorträge mitschreiben, mind. 3 Bücher
  • Mehrere, gute Fachbücher, vorher durchblättern
  • Einsteigerbücher für Orientierung (“Dummies-Serie”, “X für Einsteiger / Anfänger”)
  • Zusammenschrift (Konskript) /”Best-of” der Bücher / anderen Quellen (Youtube, ChatGPT, Interviews Experten)
    • In eigenen Worten, Telegrammstil, Skizzen, Stichworte, Reihenfolgen
    • Zwecke und Anwendung hinterfragen, eigene Recherchen (Google, KI)
    • Markierungen von Hierarchien, Gesetzen, übergeordneten Daten, Reihenfolgen
    • Etwas nicht verständlich? Dann missverstandene Worte suchen und klären, Buch wechseln, KI erklären lassen, YT Tutorials
  • Unterricht für Fragen und Beispiele nutzen, vorlernen (!)

Schlüsselwörter / Schlüsselprinzipien aufklären 

Mehrere erfahrene Experten befragen, googeln, künstliche Intelligenz (ChatGPT) befragen, Fachwörterbücher für Einsteiger

Wichtigkeiten und Hierarchien analysieren und verstehen

Prinzipien, übergeordnete Daten, Hauptgesetze, z. B. 146 Artikel Grundgesetz, Quelle: mehrere Experten, Google oder KI befragen

  • Wie ist die Reihenfolge der Wichtigkeiten?
  • Welche Ebene “schlägt” welche Ebene?

Dauerhaftes Arbeitsmittel: arbeiten mit be-greifen (Kind / Stein)

  • Eigenrecherchen und Fragen stellen (Warum? Warum so und nicht anders? etc.)
  • Beispiele und Anwendungsmöglichkeiten suchen (YT, KI)
  • mehrere Tutorials zum gleichen Thema
  • aus mehreren Blickwinkeln recherchieren (Bsp: Mehl mahlen früher? Heute? Entwicklung der Technik über die Zeit? Was kommt als Nächstes? etc.)

Wissensnetz aufbauen und nutzen

Übergeordnete Daten bilden die Hautfäden

  • Übergeordnete Daten sind (20 bis max. 150):
    • Ziele / Zwecke des Bereichs (Warum gibt? Wofür? Was damit tun? etc.)
    • Hauptteile und Struktur des Bereichs
    • Historie und Entwicklungsgeschichte
    • Prinzipien
    • Übergeordnete Gesetze / Daten

Praxisbezug herstellen und Verknüpfung zu Dir als Person

  • Grafiken / Skizzen: Bessere Einprägung, Missverständnisse aufdecken
  • Erklär-Regel: Kann ich jemand anderem simpel erklären?
  • Die wichtigste Frage: “Wie kann ich das anwenden?”
  • Wo habe ich so etwas schon einmal beobachtet? Bei mir selbst? Bei anderen?
  • Bezug Vergangenheit: Wie wäre Vergangenheit, wenn damals schon Infos gehabt / angewendet? Wogegen verstoßen? Welche Konsequenz? Bei anderen?
  • Anhand meiner Erfahrungen verifizierbar? Nachvollziehen? Macht Sinn?
  • Wo habe ich gegen solch ein Prinzip verstoßen und welche Konsequenz hatte das? Bei anderen?
  • Wo an Prinzip gehalten? Konsequenz? Bei anderen?

Grundlegendes Arbeiten in Iterationen 

  • Mehrmals von oberflächlich bis tief (Ureinwohner Deutschland) vs. “vorne starten, hinten aufhören” 
  • Daten →  Infos → Konzepte → Wissen → Weisheit

Missverstandene Worte erkennen, finden & klären (schlimmstes Hindernis)

(abdriften, Leere, kann nicht verstehen, kann nicht anwenden etc. Wichtig: Es gibt keine unverständlichen Texte, nur missverstandene Worte! www.duden.de)

Wichtig: Nicht zu wissen, was ein Wort heißt, ist das kleinere Problem (Rüttelschuh)

  • Mehrere Bedeutungen, benutzt nicht die richtige? (Copy)
  • Bedeutung einfach erraten oder aus Zusammenhang geschlussfolgert? 
  • Jemand hat Dir ein Wort erklärt, aber ggf. selbst ein Missverständnis, fehlende oder falsche Definitionen?
  • Bedeutung stimmt nur einigermaßen, aber nicht vollständig oder richtig?
  • Bei Definition, ein wichtiger Teil fehlt?
  • Mehrere unterschiedliche Definitionen und einige oder mehrere fehlen?

Regel: Wenn ich es nicht “wie aus der Pistole geschossen” definieren kann, dann nachschlagen.

Ablauf: Bewusst werden, finden, klären

Klären: www.duden.de, zuerst passende Definition suchen und verstehen (ggf. weitere Missverständnisse in Definition), diese Definition bis konzept. Verstehen (z. B. durch Benutzen in Sätzen), dann Gleiches mit anderen Definitionen dieses Wortes, Herkunft, Idiome (sprachliche Besonderheiten, “ins Gras beißen”)

Informationen lernfähig aufbereiten mit Konskripten

Zwecke

  • Konskript, um später nur noch daraus zu lernen!
  • Material verdichten, alle Werkzeuge / Prinzipien des Lernens anwenden
  • Nichtverstehen aufdecken
  • Gute Iteration nach Orientierung
  • Erste Lernerfolge / beginnende Einprägung
  • Wichtige Prinzipien, übergeordnete Daten & Gesetze hervorheben
  • “Best-of” aus unterschiedlichen Quellen
  • Bei Prüfungen: farbliches Markieren und schnelles Wiederholen der “Muss ich für Prüfung auswendig können“-Punkte

Vorgehensweise zum Erstellen von Konskripten

  • Überblick: Buch im Schnelldurchlauf für Orientierung überfliegen
  • Erste Markierung (Gelb): Schlüsselkonzepte, wichtigen Daten und zentralen Aussagen mit gelb markieren
  • Zweite Markierung (Orange): Durch gelbe Markierungen gehen und noch spezifischere, wichtige Informationen mit orangfarbenem Marker markieren.
  • Dritte Markierung (Grün): In den orange markierten Abschnitten die Kernpunkte grün markieren.
  • Konskript: Alle Markierungen durchgehen und in eigenen Worten zusammenfassen (im Telegrammstil)
  • Auf Vollständigkeit und Verständlichkeit prüfen und ggf. anpassen.

Wichtige Regeln zur korrekten Erstellung

  • = Zusammenschrift (Konskript) /”Best-of” der Mitschriften / Bücher / anderen Quellen (Youtube, ChatGPT, Interviews Experten)
  • In eigenen Worten, Telegrammstil, Skizzen, Stichworte, Reihenfolgen
  • Zwecke und Anwendung hinterfragen, eigene Recherchen (Google, KI)
  • Markierungen von Hierarchien, Gesetzen, übergeordneten Daten, Reihenfolgen, Rückverweise
  • Etwas nicht verständlich? Dann missverstandene Worte suchen und klären, Buch wechseln, KI erklären lassen, YT Tutorials

Vokabeln und Fremdsprachen richtig lernen

  • Auch Sprachen auf konzeptionelles Verstehen lernen
  • Indogermanische Sprachen
  • Viele Worte 2 Teile:
    • den sogenannten “Wortstamm” (z. B. “legen”)
    • die sogenannte “Vorsilbe” oder “Präfix” (z. B. “er-”, “um-” “ab-”)
  • Liste der Präfixe und oft benutzten Wortstämme (Google, KI)
  • Pareto-Prinzip anwenden
  • Vokabelkarten (selbst geschrieben)
  • Wort versuchen konzeptionell zu verstehen (Präfix, Wortstamm, Herkunft / Etymologie)
  • Wort “Grammatik” verstehen (enthält für alle einheitlichen Regeln, wie aus einzelnen Worten Sätze baut, von jedermann so verstanden werden, wie gedacht sind)
  • Vokabeln zum Einprägen in sinnvollen Sätzen benutzen (still oder laut)
  • Sprachen lernt durch sprechen (“Sprechhemmung” überwinden)
  • Ziel der Anwendung: Sprachgefühl

KI zum Lernen nutzen für

  • Orientierung und Überblick 
  • Nachhilfelehrer je nach Altersstufe
  • Schlüsselwörter (nach Pareto): Top 20 % der Begriffe für 80 % des Verstehens
  • Sprachen lernen (nach Pareto): Top 20 % der Vokabeln
  • Beispiele geben lassen
  • Dinge leicht erklären lassen
  • Die 5 Prompts
    • Master Prompt für Prompterstellung
    • für Tutorials / Erklärungen,
    • für Orientierung / Überblick,
    • für Pareto / übergeordnete Daten,
    • für Problemlösungen

Feedbackloops bei der Anwendung beobachten und auswerten

  • WICHTIG: anwenden – beobachten – auswerten – bessere Anwendung!

Freude (ich mache richtig) / Schmerz (etwas läuft falsch) = Kompass


Video-Briefing

Video Vorschau

Dieser Blogbeitrag ist ein kleiner Auszug aus dem Booklet “High-Tech-Lernen (& -Lehren)”

Konskript: High-Tech-Lernen

Teil sechs: Konskript zu diesem Booklet: Wie besser lernen? 

Grundlegend hierzu: Wir gehen jetzt einmal dieses Musterkonskript durch. Was wir ja vorher besprochen haben, hier ist ein Musterkonskript drin. Aber wir nutzen das alles noch mal zur Zusammenfassung und auch zur Neukombinationen der einzelnen Dinge. Also es ist jetzt nicht genau in der Reihenfolge, wie das Booklet hier ist, sondern in einer anderen Reihenfolge. Ein paar sind ähnlich, manche nicht. Stürzen wir uns rein. 

High-Tech-Lernen und -Lehren 

Hinweis: Dieses Konskript kannst Du Dir auch als PDF herunterladen und ausdrucken. Scanne dafür einfach den QR-Code. 

Falsches Lernen in der Vergangenheit 

Zum Lernen gezwungen worden – das ist nicht gut. 

  • Kein Verstehen, nur Bulimie 
  • Nur auf Noten hin, nicht auf Verstehen, Anwendung und Ergebnisse 
  • Gezwungen werden killt die Lust zu lernen 
  • Autoritätshörigkeit, Arbeiterbienchen, nicht hinterfragen.

Das hat dann zur Konsequenz, dass man schlechte Glaubenssätze aufstellt, die die Gegenwart negativ beeinflussen. 

  • Und negative Glaubenssätze löst man auf durch Erkennen. Zunächst einmal musst Du sie erkennen: “Ich habe da welche.” 
  • Dann: Auflösen von Glaubenssätzen machst Du in, indem Du den Glaubenssatz erkennst, den Zeitpunkt herausfindest, wann Du ihn gemacht hast, und Dich dann fragst: “Was waren denn genau die Umstände und warum habe ich es gemacht?” Und dadurch verschwindet der Glaubenssatz. Nicht nur in Bezug auf Lernen, sondern allgemein. 

Korrektes Lernen ab jetzt 

Allgemein 

  • Sei selbstdenkend, logisch und hinterfrage. Autorität schlägt niemals Logik und Verstehen. 
  • Schlechte Einstellung: “Ich weiß schon alles und brauche keine Hilfe”-Einstellung (Dunning-Kruger-Effekt, also je dümmer, desto höher das Selbstvertrauen. Grundsatz der Mittelmäßigen) 
  • Richtige Einstellung: “Auch wenn ich Teile davon schon kenne, lass uns schauen, was wir dazulernen können” oder “Nur einen Tipp und es hat sich schon gelohnt”
  • Sei offen, neugierig.
  • Jeder Durchgang wird neue, tiefere Erkenntnisse bringen. 

Die korrekten Ziele und Zwecke des Lernens: Verstehen, Anwendung und Ergebnisse

  • Ziel des Lernens ist konzeptionelles Verstehen mit Fokus auf Anwendung und wertvolle Endergebnisse. 
  • Definition “konzeptionelles Verstehen”: Du kannst mit den Inhalten denken, jonglieren, das Piano spielen, sie anwenden und vergisst sie somit nie wieder. Du kannst sie praktisch auf jede Situation anwenden. 
  • Dann gibt es den Aha-Effekt, woran Du konzeptionelles Verstehen erkennst. Beispiel: Apfel – zuerst wird es kopiert, dann erfasst und dann verstanden. Und das “Ahhh!” ist konzeptionelles Verstehen. 

Zweck des Lernens (hier nochmal hervorgehoben): Dinge zu be-greifen mit dem Zweck, sie anwenden zu können, um damit ein Ergebnis zu erreichen. Und das Ergebnis wäre dann ein Produkt, etwas, was Du ins Leben … “pro” – “für” und “duzere” – “führen”, etwas, wo Du also aktiv darauf hingearbeitet hast. Das heißt, Du willst ein Endergebnis.

Also: Dinge zu begreifen, mit dem Zweck, sie anwenden zu können, um damit ein Ergebnis zu erreichen. Wir nennen ein wertvolles Ergebnis auch ein Produkt. 

Hindernisse zu konzeptionellem Verstehen und zu korrekter Anwendung 

Die sechs Haupthindernisse:

  • “Ich weiß schon alles und brauche keine Hilfe”-Einstellung.
  • Ich habe keine Orientierung zum Thema, bin also verwirrt. Und wenn ich da jetzt Informationen draufknalle, dann baue ich praktisch auf Sand.
  • Über missverstandene Worte hinweggehen.
  • Zu viel Theorie, zu viel Bedeutung, zu wenig be-greifen und “Fleisch” (Motor). Das wäre praktisch fehlende Masse.
  • Zu schnell zu große oder zu schwere Schritte, das wäre zu steiler Gradient.
  • Und übergeordnete Daten und Wichtigkeiten sind nicht erkennbar. Ich weiß nicht, was sind Prinzipien, was sind übergeordnete Gesetze? Erscheint alles gleich. 

Hier ist die Liste der Werkzeuge für Lernerfolge.

Als Erstes: Orientierung verschaffen. Was ist? Wofür braucht man? Welche Hauptteile? Welche Struktur? Was kann ich damit tun? Warum erfunden? Historie etc.? 

Seht Ihr, mit diesen kurzen Sachen und Fragezeichen kann ich … “Historie Fragezeichen” wäre jetzt ein Stichwort. Wie ist das entstanden? 

Dann: Such Dir die richtigen Quellen. 

  • Bücher sind die Quelle, nicht Vorträge mitschreiben, mindestens drei Bücher
  • Mehrere gute Fachbücher, vorher bitte durchblättern, dass sie auch wirklich gut sind.
  • Einsteigerbücher für Orientierung (“Dummies-Serie”, “X für Einsteiger / Anfänger” oder eben digitale Dokumente hochladen zu ChatGPT und sagen: “Hey, fass sie mal zusammen, gib mir mal die wichtigsten Daten” usw. 
  • Zusammenschrift (Konskript) / Best-of der Bücher / Best-of von anderen Quellen (YouTube, ChatGPT, Interviews, Experten etc. Zusammenschriften sind 
    • in eigenen Worten, Telegrammstil mit Skizzen, Stichworten und korrekten Reihenfolgen
    • jeweils Zweck und Anwendung hinterfragen, eigene Recherchen über Google oder KI
    • Markierung von Hierarchien, Gesetzen, übergeordneten Daten, Reihenfolgen (über zum Beispiel unterschiedliche Farben in einem Dokument bzw. das einfach irgendwo aufgeschrieben hast mit Textmarker)
    • etwas nicht verständlich? Dann missverstandene Worte suchen und klären, Buch wechseln, von der KI erklären lassen, YouTube-Tutorials
  • Unterricht für Fragen und Beispiele nutzen, vorlernen (um mitzuschreiben) 

Schlüsselwörter / Schlüsselprinzipien aufklären 

Mehrere erfahrene Experten befragen, googeln, künstliche Intelligenz (also zum Beispiel ChatGPT) befragen, Fachwörterbücher für Einsteiger.

Also auch so, zum Beispiel Duden gibt es ja das Wörterbuch der deutschen Sprache. Es gibt aber auch den Duden in der Variante für Nicht-Muttersprachler. Also das musst Du auch wissen, wenn Du jetzt eine Fremdsprache oder so was Dir aneignen möchtest oder mit Deinen Kindern lernen willst, dann gib ihnen nicht den Original-Duden, sondern gib Deinen Kindern – also wenn die jünger sind –, gib ihnen erst mal den Duden für Fremdsprachler, ist nämlich einfacher erklärt und in den Definitionen sind nicht eventuell wieder andere Fachwörter drin.

Wichtigkeiten und Hierarchien analysieren und verstehen

Was sind Prinzipien? Was sind übergeordnete Daten? Was sind Hauptgesetze? Prinzipien, übergeordnete Daten, Hauptgesetze? Was sind die Pareto-1, -4- oder -20-Prozent? (Zum Beispiel 146 Artikel Grundgesetz.) Wo kriegt man die her? Quelle: mehrere Experten, Google oder KI befragen. 

Hatte ich auch schon gesagt, wenn Du Dich in einem Bereich nicht auskennst und da frisch neu bist, musst Du andere fragen. Du kannst sie selber nicht isolieren, da fehlt Dir die Vertrautheit mit dem Fachgebiet. 

Dann stellst Du Dir die Fragen: 

  • Was ist die Reihenfolge der Wichtigkeiten? 
  • Welche Ebene schlägt welche Ebene? 

Das muss man auch nur wissen. Schau, normalerweise, wenn Du das gar nicht weißt über Datenhierarchien, dann hast Du auf einmal widersprüchliche Informationen – man soll das machen und man soll das machen – und dann denkst Du: “Das ist ja unlogisch!”

Wenn Du weißt, es gibt Datenhierarchien, kannst Du immer noch schauen: Was steht denn höher und was ist zweckkonform? Weil die Regel soll ja den Zweck fördern. Und dann wird das eigentlich alles ganz leicht. 

Dauerhaftes Arbeitsmittel (das hast Du praktisch dauernd): Arbeite mit be-greifen (Thema Kind und Stein) 

  • Eigenrecherchen und Fragen stellen (Warum? Warum so und nicht anders? etc.) 
  • Beispiele und Anwendungsmöglichkeiten suchen (YouTube, KI) 
  • Du kannst Dir mehrere Tutorials auf YouTube zum gleichen Thema reinziehen
  • aus mehreren Blickwinkeln recherchieren (Beispiel: Mehl mahlen früher? Heute? Entwicklung der Technik über die Zeit? Was kommt als Nächstes? etc.) 

Das heißt also, mehrere Blickwinkel. Und wie wir vorhin ja schon festgestellt haben, selbst wenn Du es für die Prüfung oder die Anwendung nicht brauchst, Du entwickelst einfach Dein Wissensnetz. Und je breiter Dein Wissensnetz ist, desto mehr lernst Du, ohne lernen zu müssen.

Dann Wissensnetz aufbauen und nutzen 

Übergeordnete Daten bilden die Hauptfäden. 

  • Übergeordnete Daten sind 20 bis maximal 150. Also würdest Du jetzt die übergeordneten Daten des Universums aufschreiben, dann wären es wahrscheinlich 1000, aber pro normales Fachgebiet wären so 20 bis 150. Dazu zählen immer 
    • Ziele, Zwecke des Bereichs (Warum gibt es? Wofür? Was kann man damit tun? Warum ist es entstanden?)
    • Hauptteile und Struktur des Bereichs (also Mathematik: Algebra, Geometrie usw.)
    • Historie und Entwicklungsgeschichte. Also wirklich, wenn Du jetzt Dir einfach mal ein Video anschauen würdest oder Dich damit beschäftigen würdest eine Stunde, “Entwicklung der Mathematik” (also wie ist die eigentlich entstanden? usw.) – Du wirst feststellen, Du würdest allein dadurch so einen Bezug und so eine Affinität zu dem Thema Mathematik kriegen, dass es Dir schon viel leichter fiele. Alleine nur deswegen, weil Du einfach diese Hintergründe verstehst. 
    • Dann natürlich Prinzipien
    • Übergeordnete Daten / Gesetze

Dann: Praxisbezug herstellen und verknüpfen zu Dir als Person. Das gehört also alles noch zu Wissensnetz aufbauen und nutzen. Genau genommen geht es auch immer um Begreifen. Also das ist alles verwoben, versteht Ihr? Deswegen, dieses lineare Lernen … Also die Sachen finden eigentlich alle gleichzeitig kombiniert statt. 

Damit Du Sachen in Deinem Wissensnetz einhaken kannst: Praxisbezug herstellen und Verknüpfung zu Dir als Person – darum geht es. Praxisbezug herstellen und verknüpfen zu Dir als Person mit Deiner Vergangenheit. Du musst es einhängen, es muss schon was da sein. Dafür kannst Du machen: 

  • Grafiken, Skizzen: bessere Einprägung, Missverständnisse aufdecken. Du kannst es nicht grafisch darstellen oder Du kannst es auch nicht zusammenfassen, wenn Du es nicht verstanden hast.
  • Erklär-Regel: Kann ich es jemand anderem simpel erklären? Daran merkst Du, dass viele Lehrer ihren eigenen Scheiß nicht verstanden haben, sonst können sie es simpel erklären. 
  • Die wichtigste Frage: “Wie kann ich das anwenden?” Das ist die wichtigste Frage!
  • Wo habe ich so etwas schon einmal beobachtet? Bei mir selbst? Bei anderen? – Einhängen in bekannte Bereiche des Wissensnetzes.
  • Bezug Vergangenheit: Wie wäre die Vergangenheit gewesen, wenn ich damals schon die Infos gehabt hätte? Wo habe ich es angewendet? Wo habe ich dagegen verstoßen? Welche Konsequenzen hatte das bei mir? Bei anderen? 
  • Kann ich diese Information anhand meiner Erfahrungen verifizieren? Nachvollziehen? Macht es Sinn? 

Also zum Beispiel Red Bull: Wenn man vorher … Als es auf den Markt kam, konnten viele Leute damit nichts anfangen, weil sie es irgendwie gar nicht zuordnen konnten. So, wenn meine Mutter mich gefragt hat: “Wie schmeckt Red Bull?”, meine beste Antwort war: “Wie Sprudelwasser, in dem Gummibärchen aufgelöst sind und zwei Espresso-Tassen drin sind, die du nicht schmeckst.” Also es ist Koffein drin wie von zwei Espresso-Tassen, schmeckt wie Sprudelwasser, in dem Gummibärchen aufgelöst werden. Du willst: “Ist wie …” Nicht gleich, aber Du willst diese Verknüpfungen, weil dann kann man es sich merken.

  • Also wo habe ich gegen solch ein Prinzip verstoßen und welche Konsequenz hatte das bei mir? Bei anderen? 
  • Wo an das Prinzip gehalten? Konsequenz? Bei anderen? 

Also erster Satz Thermodynamik zum Beispiel. Als ich das erste Mal gehört habe – also dieses: “Energie geht nicht verloren, sondern ändert nur den Zustand oder wird auf andere Körper übertragen.” Hmm … Okay, lass uns mal ein paar Beispiele machen, wie Energie übertragen wird. Ich haue Dir jetzt eine rein, zack, meine Bewegungsenergie, die landet bei Dir auf der Backe. Die wird dafür etwas heißer, bewegt sich ein wenig, also sprich die Energie teilt sich auf in einen Teil Bewegungsenergie. Weil Du aber ein starres Genick hast, landet der Rest da drin. Deswegen landet ein Teil der Wärme da … Und Wärmeheizkörper, ach ja, stimmt. 

Oder wenn wir Energie lang genug in eine Richtung machen, beginnt sie sich zu verdichten, irgendwann wird Materie draus. Nehmen wir Uran, Uran ist der Umkehrschluss. Wenn Du eine Kernspaltung machst, dann machst Du praktisch aus der kondensierten Energie rückwärts wieder Energie frei. Aha! Aha! Aha! Also besteht eigentlich auch dieser Tisch hier nur aus zusammengepresster Energie, allerdings in stabiler Form, im Gegensatz zu dem Metall Uran. 

So, wo habe ich mich an das Prinzip gehalten? Was waren die Konsequenzen? Habe ich es bei wem anders beobachtet? Oder was auch immer. Wenn Du es da nicht nachvollziehen kannst, anderes Buch, googeln, YouTube-Tutorials, Bilder anschauen, selber zusammenfassen. 

Grundlegendes Arbeiten in Iterationen 

  • Mehrmals von oberflächlich bis tief (am Beispiel: Ureinwohner willst Du Deutschland erklären) versus “vorne starten, hinten aufhören”, was Quatsch ist, macht es so nicht.
  • Dann gibt es eine Entwicklungsstufe von Wissen: Daten, Daten werden zu Infos, die werden zu Konzepten, die werden zu Wissen und Wissen wird hoffentlich irgendwann mal zu Weisheit. Und leider bleibt der durchschnittliche Schüler auf dieser Ebene hängen [Markierung bei “Daten”]. Der kriegt nur Daten reingesetzt. Er hat nicht unbedingt Informationen, weil dafür müsste man die Daten ja verknüpfen können. Schon gar keine Konzepte, kein Wissen und auf gar keinen Fall Weisheit. Also wenn Du nur mit Bulimie-Lernen arbeitest. 
  • Missverstandene Worte erkennen, finden und klären – das ist das Schlimmste von allen Hindernissen. Konsequenzen: Du driftest ab, hast Leere im Kopf, kannst nicht verstehen, kannst nicht anwenden etc. Wichtig: Es gibt keine unverständlichen Texte, nur missverstandene Worte! www.duden.de, da findest Du das Ding bzw. die App solltest Du auf Deinem Handy haben.

Wichtig: Nicht zu wissen, was ein Wort heißt, ist das kleinere Problem (Thema Rütttelschuh). Du verstehst zwar trotzdem nix, aber Du weißt wenigstens: “Dieses Wort habe ich nicht verstanden.” Schlimmer sind Worte, bei denen Du denkst, Du würdest sie verstehen, nämlich:

  • die mehrere Bedeutungen haben, benutze ich die richtige? (Beispiel: die Copy) 
  • Bedeutung einfach erraten oder aus dem Zusammenhang geschlussfolgert? 
  • Jemand hat Dir ein Wort erklärt, aber gegebenenfalls selbst ein Missverständnis, fehlende oder falsche Definition.
  • Die Bedeutung stimmt nur einigermaßen, aber nicht vollständig und nicht richtig. Und vor allem Du bist ja auch nicht sicher. Und stell Dir vor, Dein ganzes Denken basiert auf lauter so wackligen Definitionen – ist ganz schön unangenehm. 

Ich weiß nicht, ob es Euch aufgefallen ist, bei uns startet jedes Coaching erst mal, jeder Abschnitt erst mal mit Definitionen. Warum? Damit wir vom Gleichen reden, damit man weiß, was damit gemeint ist, und um Stabilität herzustellen. 

  • Oder bei Definitionen, wichtiger Teil – fehlt halt irgendwas.
  • Mehrere unterschiedliche Definitionen. Ein Wort hat mehr Definitionen. Du kannst nur eins oder mehrere davon, aber Du weißt es halt nicht und das macht Dich dauernd unsicher. 

Meine persönliche Regel: Wenn ich es nicht wie aus der Pistole geschossen definieren kann, dann schlage ich es nach. Auch bei Worten, von denen ich denke, ich wüsste sie, weil das bestätigt sie. Weißt Du, es ist wie eine rückwirkende Zertifizierung. Das sind jetzt nicht die ersten, die ich nachschlagen würde, aber wenn mir langweilig ist, würde ich sie nachschlagen. Wo ich sag: “Oh, dieses Wort habe ich noch nie nachgeschlagen”, weil dadurch kannst Du das stabilisieren. 

Wer von Euch hat schon mal auf dem Führerschein gelernt und diese Bögen gehabt – heute ist das ja alles mit App – und dann füllst Du die aus und schaust am Schluss: Was war richtig, was war falsch?

Da gibt es … bei dieser Technik gibt es ein Problem. Warum? Weil Du hast drei Arten von Fragen. Du hast die Fragen, wo Du Dir sicher bist. Du hast die Fragen, wo Du keine Ahnung hast. Und Du hast die Fragen, wo Du nicht genau weißt. Und sowohl bei den keine Ahnung als auch denen, wo Du nicht genau weiß, kreuzt Du ja ab und zu mal das Richtige an. Und dann bist aber in der Prüfung, sagst: “Scheiße, die Frage hatte ich schon mal, aber … Fuck” – Du bist unsicher.

Deswegen schaut man auch zur Not Definition nach, einfach um sie zu verifizieren und zu bestätigen, um Dir die Unsicherheit langfristig zu nehmen. 

Der Ablauf ist: bewusst werden – “Ich verstehe den Text nicht, aha, missverstandenes Wort davor.” Dann finden, dann klären. Das ist der Ablauf. Meistens scheitert es am Bewusstwerden. 

Klären über duden.de, zuerst die passende Definition suchen und verstehen, gegebenenfalls weitere Missverständnisse in der Definition … Also aufpassen, dass in der Definition im Duden nicht weitere Wörter drin sind. Wenn nicht, musst Du das Spiel tiefer machen. Diese Definition bis konzeptionelles Verstehen, zum Beispiel durch Benutzen des Wortes in mehreren Sätzen, dann Gleiches mit anderen Definitionen dieses Wortes.

Also Du sucht zuerst nach der passenden Definition, in Bezug auf das, was Du studiert hast. Liest die die Definition durch, benutzen sie in Sätzen. Dann fängst Du mit der ersten an, durchlesen, Sätze benutzen, zweite durchlesen, Sätze benutzen – Du lässt weg die allzu technischen oder speziellen Definitionen (wenn Du Techniker bist, natürlich nicht) –, jeweils bis konzeptionelles Verstehen. Dann schaust Du die Herkunft an, wo kommt das Wort her, nachdem Du mit allen Definitionen durch bist. Und dann schaust Du die Idiome nach, also die sprachlichen Besonderheiten (ins Gras beißen). 

Dann Informationen lernfähig aufbereiten mit Konskripten

Zwecke von Konskripten: 

  • Um später nur noch – also Zusammenschrift – um nur noch daraus zu lernen und nicht diese riesigen Bücher zu haben. Auch hast Du ja drei Bücher jeweils idealerweise und Du machst Dein Best-of, Deine Kuschel-Rock-Lernen-Konskript-Nummer. 
  • Du willst das Material verdichten. Dabei wendest Du natürlich alle Werkzeuge und Prinzipien des Lernens an.
  • Ein weiterer Zweck ist: Du kannst Dinge nicht verkürzen, verdichten, wenn Du sie nicht verstehst. Das heißt, Du deckst Nichtverstehen auf, findest missverstandene Worte und stärkst dadurch wieder Deine Sicherheit.
  • Es ist eine weitere Iteration nach der ersten Orientierung. Also zuerst einmal Überblick, was ist das? Lässt es Dir erklären, fragst ChatGPT, schaust Dir mehrere YouTube-Tutorials an, vielleicht Wikipedia, gibt es auch manchmal. Wikipedia benutzt halt wahnsinnig viel Spezialworte, da kann man sich schön verlieren drin. Es ist eine gute Iteration, es einfach im ersten Schritt mal zusammenzuschreiben. 
  • Dann hast Du schon erste Lernerfolge, es beginnt sich schon einzuprägen. 
  • Außerdem hebst Du wichtige Prinzipien, übergeordnete Daten und Gesetze hervor. Noch mal, wir sind noch bei den Zwecken. 
  • Du baust Dir Dein Best-of (hatten wir vorhin schon) aus unterschiedlichen Quellen zusammen. 
  • Und bei Prüfungen farbliches Markieren und schnelles Wiederholen der “Muss ich für die Prüfung auswendig können”-Punkte (von der Weimarer Republik bis zur Nazi-Machtergreifung). 

Vorgehensweise zum Erstellen von Konskripten 

  • Überblick: Buch im Schnelldurchlauf für Orientierung überfliegen oder ChatGPT fragen “Fass es mir zusammen auf x Seiten”.
  • Dann die erste Markierung in Gelb: Schlüsselkonzepte, wichtige Daten und zentrale Aussagen mit Gelb markieren – das, was Du einfach für wichtig hält. 
  • Dann zweiter Durchgang, zweite Markierung – also einmal durch, wieder von vorne anfangen – zweite Markierung: jetzt mit orange durch gelbe Markierung gehen (also nur noch die gelben Markierungen – wenn Du es nicht mehr weißt, “Häh, was waren denn das?”, liest Du natürlich den Rest auch). Durch die gelben Markierungen noch mal durchgehen und noch spezifischere, wichtigere Information mit orangefarbenem Marker markieren.
  • Und dann dritte Markierung in grün: in den orange markierten Abschnitten die Kernpunkte grün markieren. 
  • Dann, basierend darauf, machst Du ein Konskript: alle Markierung durchgehen und in eigenen Worten zusammenfassen. Mit “alle” meine ich hauptsächlich die Grünen. Und wenn Du dann es nicht schon konzeptionell im Kopf hast, musst Du halt auch noch die Orangenen oder die Gelben mit aufnehmen in Dein Konskript 
  • Auf Vollständigkeit und Verständlichkeit prüfen und gegebenenfalls anpassen.

Also nochmal, ein Konskript ist ein ausgiebiger Spickzettel. Stell Dir einfach vor: Wenn Du das Konskript in der Prüfung dabei hättest, könntest Du damit die Prüfung mit Eins bestehen. Das ist keine Empfehlung, darfst Du nicht machen, wenn sie Dich erwischen, bist Du fällig

Wichtige Regeln zur korrekten Erstellung

  • Ein Konskript ist eine Zusammenschrift / “Best-of” der Mitschriften / Bücher / anderer Quellen (YouTube, ChatGPT, Interviews mit Experten). 
  • Es ist in eigenen Worten, Telegrammstil, Skizzen, Stichworte, Reihenfolgen, so kurze Markierungen, was auch immer. Manche längeren Konzepte kann man leichter einer kleinen Skizze darstellen. 
  • Wichtig dabei: Zwecke und Anwendungen hinterfragen. Teilweise sind die, die Bücher schreiben, Theoretiker und vergessen das dabei. Dann fragst Du einfach Google oder die KI, weil Dein Verstand braucht das, weil er sonst nicht damit denken kann. 
  • Außerdem gegebenenfalls Markierung von Hierarchien, Gesetzen, übergeordneten Daten, Reihenfolgen, Rückverweise. Du kannst auch noch mal alle übergeordneten Daten extra zusammenschreiben, so wie wir das jetzt hier einmal gemacht haben. Oder Du kannst die Liste aller Prinzipien machen – wie Du es brauchst. Also wie es für Dich leichter zum Verstehen und zum Nachschlagen ist. So ein Konskript ist für Dich! Nicht für mich, nicht um “Formalkriterien” zu erfüllen, sondern es ist einfach nur für Dich. 
  • Etwas nicht verständlich? Also jetzt schaust Du Dein Konskript durch, dann wirst Du wahrscheinlich irgendwelche missverstandenen Worte da haben. Wenn Du Dich nicht mehr daran erinnern kannst … 

Also immer, wenn Du Dich an was nicht erinnern kannst: missverstandene Worte. Also richtig nicht erinnern kannst, so: “Häh, was war da?” Nicht: “Mist? Wie war das nochmal?” 

Klar, was weiß ich, wenn Du jetzt 20 Punkte aufsagen sollst, von der Weimarer Republik bis zum Nazireich, das muss nicht missverstandenen Worten liegen, aber wenn Du sagst: “Wo war das noch mal? Worum …?” Also das wirst Du dann schon merken. Das eine ist einfach “Ah, es ist verblasst” und das andere ist einfach das große, schwarze Loch. Den Unterschied erkennst Du dann recht schnell, wenn Du ein bisschen Übung hast.

Allgemein, wenn Du versuchst Konskripte zu machen und Du kannst es nicht. Du verstehst irgendwas darin nicht, in dem, was Du zusammenschreiben sollst, oder Du kannst es nicht zusammenschreiben, dann missverstandene Worte suchen und klären, eventuell das Buch wechseln (Du hast ja drei), von der KI erklären lassen (wir haben dazu auch die ganzen Prompts) oder YouTube-Tutorials nehmen.

Also es gibt … In Mathe gab es immer wieder Sachen, wo ich sage: “Häh? Ich verstehe kein Wort.” So, da kannst Du ja so tief einsteigen, wie Du willst, mit YouTube. Schaust Dir halt drei verschiedene YouTube-Videos dazu an. Der eine erklärt es so, der andere erklärt es so, das schnallst Du dann schon. 

Vokabeln und Fremdsprachen richtig lernen

  • Wichtig: Auch Sprachen drückt man sich nicht einfach rein, sondern versucht, sie mit konzeptionellen Verstehen zu lernen. Danach kannst Du noch nicht sprechen, aber da hast Du zumindest mal die Worte verstanden – wenn Du es konzeptionell gemacht hast. 
  • Denk dran, indogermanische Sprachen haben meistens zwei Teile: Wortstamm, Vorsilbe (oder Präfix). Mach Dir eine Liste der Präfixe und oft benutzten Wortstämme, frag dazu Google oder eine KI.
  • Pareto-Prinzip anwenden, also idealerweise immer die 1, 4, 20 Prozent. Du kannst auch einer KI sagen: “Gib mir die 500 meistbenutzten Worte des Spanischen.” Du kannst auch sagen: “Gib mir die 100 …” Es geht ja nur um das Prinzip. Versteht Ihr, wie ich meine? Du fängst mit der Pyramide an, also mit dem Wichtigsten fängst Du an.
  • Vokabelkarten benutzen zum Lernen, aber wichtig: selbst geschrieben, nicht vorgedruckte. Ist zwar praktisch, wenn sie vorgedruckt sind, aber das Aufschreiben ist schon ein Durchgang. Du willst viele Iterationen. 

In Bayern haben wir so ein schönes Wort, das nennt sich verdummbessern. Wenn man versucht, was zu verbessern, und es eigentlich dadurch verschlechtert. Natürlich, aus einem gewissen Gesichtspunkt denkt man: “Hey, warum soll eigentlich jeder Schüler seine Vokabelkarten neu schreiben? Drucken wir das doch gleich als Vokabelkarten.” Macht Sinn. Aber selber geschrieben merkt es sich besser. Der Zweck von Vokabelkarten ist, dass Du sie in den Kopf reinkriegst, und wenn Du sie selber schreibst, geht es schneller.

Aber bevor Du sie nicht selber schreibst, sind gedruckte Vokabelkarten immer noch besser als keine Vokabelkarten. Auch hier gibt es wie immer Hierarchien. 

  • So wichtig: Worte versuchen konzeptionell zu verstehen (Präfix, Wortstamm, Herkunft / Etymologie (heißt Wortherkunft)).
  • Wort “Grammatik” verstehen (enthält für alle einheitliche Regeln, wie aus einzelnen Worten Sätze baut, von jedermann so verstanden werden wie gedacht). 
  • Vokabeln zum Einprägen in sinnvollen Sätzen nutzen, still oder laut, am besten sogar laut. Also je mehr Du es laut machst, das kannst Du nicht überall machen, aber laut wäre besser. Das heißt nicht schreien, sondern es heißt: nicht im Stillen. Du sprichst einfach. Nicht die Vokabel allein wiederholen, sondern … Also die ersten fünf, sechs Mal kannst Du sie ja auch gerne allein wiederholen, aber Du musst sie in Sätzen wiederholen. 
  • Sprachen lernt man durch Sprechen. Du musst die Sprechhemmungen überwinden. Alkohol ist keine Lösung. Nur zu Demonstrationszweck. 
  • Ziel der Anwendung: Sprachgefühl. Also Du willst es solange anwenden, bis Du nicht mehr über Grammatik nachdenken musst, sondern das Sprachgefühl bekommst. 

KI zum Lernen Nutzen für 

  • Orientierung und Überblick. 
  • Nachhilfelehrer je nach Altersstufe – da haben wir auch die ganzen Prompts hinterlegt, kannst praktisch den gleich per Klick darauf programmieren, dass er es so hat, wie Du es haben willst. Wir haben die Prompts dafür geschrieben und manche coole übernommen. 
  • Suche Schlüsselwörter nach Pareto, also die wichtigsten Wörter dieses Fachgebiets. 
  • Sprachenlernen nach Pareto, das wären dann die Top-20-Vokabeln. Da würde ich jetzt nicht in Prozent rechnen, sondern ich würde sagen: “Gib mir mal die Top-100-Vokabeln, dann die Top-300-Vokabel, …” 
  • Beispiele geben lassen – auch das: “Gib mir mal ein Beispiel dafür, mach eine Analogie” 
  • Dinge leicht erklären lassen.
  • Außerdem hast Du die fünf vorgegebenen Prompts von uns: 
    • der Master Prompt für die Prompterstellung. Also sprichst, Du bringst ChatGPT dazu, dass er Dir Fragen stellt, sodass er den für Dich perfekten Prompt bastelt, den Du dann da einsetzt.
    • dann ChatGPT für Tutorials / Erklärungen
    • für Orientierung / für Überblick 
    • für Pareto / übergeordnete Daten
    • für Problemlösungen 

Und das “Tutorials / Erklärungen”, da kannst Du ihm sogar sagen, wie Du gecoacht werden möchtest. Im sokratischen Stil, nur Fragen stellend, oder soll er Dir die Lösungen geben? Das ist alles da schon drin. Auch cool. 

Dann Feedbackloops bei der Anwendung beobachten und auswerten 

Ganz wichtiger Punkt! Den vergisst man vor lauter Theorie. Aber es geht ja um Anwendung. Und deswegen bedeutet es, ich muss ja hinschauen: Was für ein Ergebnis hat denn das, was ich mache? 

Das ist das Problem der Politiker. Die bewegen sich in einer Sphäre, wo sie heute was machen und es nicht unbedingt gleich Auswirkungen hat. Es sei denn, Du machst rabiateste Fehler, so wie unsere Regierung jetzt, dann merkst Du es auch gleich einen Monat später. Aber wenn Du nicht total dämlich bist, dann merkst Du das normalerweise erst nach 3 bis 4 Jahren, und bis dahin ist die Amtszeit schon wieder vorbei. Deswegen ist es dann teilweise, je nachdem …

Also versteht Ihr, wenn ich jetzt einen strategischen Fehler mache, dann merkt man den strategischen Fehler nicht sofort. Wenn einer einen operativen Fehler macht, merkt man den viel schneller. 

  • Wichtig dabei: Der Lernalgorithmus ist: anwenden, beobachten, auswerten, bessere Anwendung. 
  • Freude bedeutet, ich mache was richtig, Schmerz, etwas läuft falsch – und das ist ein Kompass.

Gilt sogar für Drogen. Ja, weil wenn Du jetzt Drogen nimmst, dann magst Du zwar kurzfristig Freude empfinden. Ja, also Freude / Schmerz – langfristig gesehen. Du hast jetzt einen tollen Abend, nimmst irgendwie wie wild Drogen, scheinbare Freude, aber am nächsten Tag fühlst Du Dich schlechter als bevor Du angefangen hast, es zu nehmen. Also Netto doch Schmerz. 

Das wäre es mit dem Konskript. Jetzt habt Ihr auch ein Beispiel für ein Konskript. Habt Ihr da dann noch Fragen zu der Gesamtheit?

Teilnehmer: Ich habe tatsächlich noch eine Frage, die sich jetzt auf die Anwendung dieser Booklets im Unternehmer-Mentoring bezieht. Ich höre von vielen Teilnehmern, dass da eine Fragestellung ist: Sollen die Mitarbeiter diese Booklets studieren während der Arbeitszeit oder in der Freizeit?

Alex: Hier empfehle ich dazu das Kapitel aus Reicher als die Geissens, Wenn Du die falsche Frage stellst. Die Frage ist so ganz grauenvoll falsch. Warum? Erstens mal: Sie sollen sie nicht studieren, weil wenn sie sie studieren sollen, zwingst Du sie dazu. Und dann ist es wie Schule, dann werden sie es ablehnen und sie werden keine Freude haben und sie werden es sabotieren und nicht anwenden. Die Frage ist also schon falsch. 

Sondern eigentlich sollte man es so machen, man sollte ihnen Lust darauf machen, es zu studieren. Weil aber viele Unternehmer denken, ihre Mitarbeiter wären Befehlsempfänger, und vor allem sie auch keine Ahnung von verkaufen haben, verkaufen sie das nicht an sie und vergessen, dass zehn Minuten Verkauf ihnen fünf Stunden Mund-fusselig-Reden ersparen würden.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn der Mitarbeiter da voll Bock drauf hat, dann wird er es zum Beispiel am Arbeitsplatz studieren, wenn es gerade nichts zu tun gibt. Er wird es aber auch privat studieren. Er wird es vielleicht in der Bahn studieren, er wird es vielleicht seinen Kindern erklären, er wird es vielleicht seinem Mann zeigen und er wird halt vielleicht stattdessen die Netflix-Serie pausieren und stattdessen das durchlesen.

Ich empfehle eine Mischung. Also wir machen es hier so: Wir geben den Leuten auch eine gewisse Studierzeit, sagen ihnen aber auch: “Eigentlich, wenn du nach vorne willst – das kannst du selber entscheiden, ob du immer Zuarbeiter bleiben möchtest oder ob du hier auch Karriere machen möchtest –, dann würde die pure interne Studierzeit nicht reichen.” 

Trotzdem, Du hast gesagt, sollen sie es studieren. Also sollen ist praktisch das falsche Wort dafür. 

Teilnehmer: Ich habe die Frage in wörtlicher Rede zitiert. 

Alex: Ich weiß. Das höre ich auch so oft, deswegen habe ich es auch genauso beantwortet. Aber das ist einfach schon … zeigt schon, dass einfach zu wenig Verständnis über die menschliche Natur vorhanden ist. 

Fragen wir mal anders: Wann würden sie Dir denn die Booklets aus den Händen reißen und praktisch jede Minute damit verbringen wollen? Erstens, wenn sie nicht wie Sauerbier angeboten werden. Oder wenn Du es nur ausgesuchten Leuten gibst, dann sagt sich der Rest: “Warum habe ich es denn jetzt nicht gekriegt?” Wenn diese ausgesuchten Leute dann vielleicht auch noch besonders erfolgreich werden oder von ihren Erfolgen erzählen und so weiter und so weiter. 

Aber lange Rede, kurzer Sinn, wie es auf jeden Fall nicht funktioniert ist, indem Du es ihnen aufzwingst. 

Die Montessori-Schulen haben eine Theorie, die spricht vom Lernfenster. Sprich bei Kindern öffnet sich zu unterschiedlichen Zeiten – je nach Wissensnetz, je nachdem, was sie gerade für Erfahrungen gemacht haben, geht dort ein Lernfenster auf oder ein Interessensfenster.

Der Trick ist, diese Fenster zu erkennen und es dann entsprechend einzusetzen. Zum Beispiel: Ein Mitarbeiter sagt Dir: “Boah, ich habe dauernd Probleme mit meiner Frau”, und dann sagst Du: “Ah, das ist interessant. Ich und auch ein paar andere Leute haben ähnliche Probleme gehabt. Vielleicht nicht mit der Frau, sondern mit der Tochter. Und hier hat das Hilfe-Booklet beste Hilfe geleistet.” Zupp, bist Du drin. 

Oder, so wie wir es empfehlen: Du sagst gar nicht, sie sollen studieren, sondern im ersten Schritt gibst Du es mal den besten Leuten von Dir, die so auch Meinungsführer-Potenzial haben (dem Rest bietest Du es gar nicht an) und sagst einfach mal: “Du, ich habe das Ding gelesen und durchgearbeitet. Ich fand das echt sehr interessant. Schau es doch mal durch und sag mir doch mal deine Meinung.” Das ist die beste Form, um die Leute damit in Kontakt zu bringen. Weil Leute lieben es, wenn sie ihre Meinung kundtun können. Sie hassen es, wenn sie zu etwas gezwungen werden. Ist halt Verkauf.

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Konskript: High-Tech-Lernen (& -Lehren) – Teil 1

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